NfL: Entwürfe

Heute geht es weiter bei Alexandra, mit Nix für Lemminge und den Entwürfen.

Meine Designs stehen schon seit einer Weile, allerdings musste ich sie erst einmal ablichten. Ich war beim Entwerfen schon sehr im Frühlings-/Sommerfieber, habe aber nach einigem Liegenlassen überlegt wie ich sie Ganzjahrestauglich bekomme. Ich nähe immer lieber für den Sommer als für den Winter, so dass zumindest hier die Motivation nutzen möchte das Ratio auszugleichen. Außerdem war eine mögliche Stillfunktion eine der Anforderungen.

Ich werde leider kaum Stoffe verwenden, die ich schon habe, da mein Stofflager relativ klein ist… relativ.😛 Aber ich werde Schnittmuster und Stickgarne verwenden, die hier schon länger rumfliegen.

Das erste ist diese Tunika, sehr den russischen traditionellen Gewändern und dem Original von Vasilisa nachempfunden. Sie wird vermutlich aus Leinen (Sommer) oder Wolle (Winter) sein, vielleicht ohne die blauen Streifen, die mir schon nicht mehr gefallen. Vielleicht auch mit längeren Ärmeln.

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Das zweite Stück gefällt mir in den Details, aber so richtig verliebt bin ich nicht. Sie sollte dem Kleid von Vasilisa ähnlich sein, aber noch ist es mir zu Sackartig. Vielleicht mache ich ein tailliertes Hemdblusenkleid daraus, dafür liegt hier schon ewig ein Schnitt herum. NfL Designs6

Diese Tunika soll oben einen Leinenkragen haben, mit Satinband Stickerei und unten Jersey. Vielleicht muss ich es einfärben, damit die gleiche Farbe herauskommt. Dazu mache ich ein Langarmshirt, vielleicht mit Rollkragen, damit es was fürs ganze Jahr ist. Außerdem überlege ich eine Still-Funktion einzubauen.

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Fix ist auch eine „viktorianische Bluse“ mit bestickter Spitze am Kragen. NfL Designs4

 

Ebenfalls ganz sicher gibt es diese Jacke, nach dem Schnitt von Lekala 5835. Meine allererste Jacke, da will ich auf Nummer sicher gehen. Ich habe überlegt die Dekorationen mit goldener Kordel und mit goldenen Paspeln zu machen, aber ich will ja auch nicht als Michael Jackson für Arme enden. Ich habe schon mit einem Probestück angefangen, aber das warme Wetter nimmt mir die Motivation.

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Mein Fleißstück wird dieses Kleid, inspiriert von Danielle in Ever After. Die Idee gefällt mir total gut, ich hätte auch schon einen wunderschönen Samt am Online-Flohmarkt ergattert. Aber ich hadere noch. Ist der Ausschnitt angemessen bei den riesigen Stillbrüsten? Wann zieht man ein rotes Samtkleid an? Was mache ich wegen der Ärmel? (Rennaissance-Armel zum anbinden sind doch übertrieben…)  NfL Designs3

 

 

Ich bin sehr geschwankt zwischen der Kostümigkeit (?), der Tragbarkeit und den praktischen Anforderungen an eine Mama. Deshalb möchte ich Euch auch meine Leider-Nein-Kanditaten zeigen, die jeweils wegen Aufwand, Kostümigkeit und Unpraktischkeit geflogen sind.

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MMM: Aster und die Traumhose

Aster und Hosea

Also, das sind jetzt nicht die besten Bilder, weil mein Photograph sie gemacht hat während das Lumpi ihn als Klettergerüst verwenden wollte. Und dann noch die Falten… naja, ich habe die Sachen da schon den ganzen Tag getragen. (Echte Kleidung an echten Leuten und so…)
Aber ich wollte Euch die Aster noch einmal zeigen, bevor sie aufgrund ihrer Schwarzheit im Keller verschwindet. Die mistige Bluse und ich sind irgendwie zusammengewachsen, und ich trage sie sehr oft. Obwohl sie nicht perfekt ist… aber immerhin habe ich wegen ihr diverse Änderungsmöglichkeiten recherchiert und ein Fan von Curvy Sewing Collective geworden. Danke Aster!

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Was auch nicht perfekt ist und trotzdem geliebt wird, ist diese Hose. Im Sommer 2014 wollte ich das erste Mal eine Jeans/Hose nähen, das hat damals jeder gemacht, und außerdem fand ich keine Kaufjeans die mir passt und gefällt.
Ich habe zwei heißgeliebte Hosen mit dem genau gleichen Schnitt (beide von Mango, eine in einer Boutique in Rom und eine am Flohmarkt gekauft, witzigerweise), die ich schon in Stücke getragen habe.  Also habe ich die schon löchrige Leinenhose auseinandergenommen, und genau auf diesen stretchigen Jeansstoff übertragen. Schnell war die Hose genäht, und dann war sie zu eng! Der Reisverschluss ging nicht zu! Ich überlegt, ob wohl die Stoffarten nicht ähnlich genug sind, obwohl der Jeansstoff viel stretchiger ist als der Leinenstoff… dann die Abnäher hinten herausgelassen… dann überlegt seitlich Keile einzusetzten… dann bemerkt, dass ich wohl innert Wochen 5 Kilo zugenommen habe… dann bemerkt, dass die Hose wohl jetzt 9 Monate nicht passen wird…😀

Aster und Hose2

Nun, sie hat dann eineinhalb Jahre nicht gepasst, doch was lange währt, wird jetzt ständig getragen. Sie ist bequem wie eine Pyjamahose, hat aber die Passt-Immer Eigenschaften von Jeans. Übrigens habe ich einen ganz ähnlichen Schnitt bei Style-Arc entdeckt und gleich bestellt, es wird also noch mehr Schmango-Hosen bei mir zu sehen geben, vielleicht wird es nie mehr andere geben… Muahahaha.

Wer sonst noch echte Kleidung an echten Damen präsentiert seht ihr beim MeMadeMittwoch.

Bluse: Aster von Colette Patterns aus Viskose, gekauft bei T.O.Stoffe
Hose: von Kaufhose kopiert, aus Jeansstoff gekauft bei Happy Home.

NfL 2016 Moodboard

Hier ist also mein Nix für Lemminge Moodboard.

Angefangen hat bei mir alles mit der spontanen Eingebung, etwas mit russischen Märchen zu machen. Um genauer zu sein, mit „Vasilisa, die Schöne“, ein Märchen über eine junge Frau die der Baba Yaga entkommt, weil sie nicht zu viele Fragen stellt. Eingeprägt hat sich bei mir auch ein bestimmtes Bild von Ivan Bilibin, das ich in der Kindheit in einem Buch gesehen hatte und das glücklicherweise auch im Internet zu finden ist. Hier sieht man die Kleidung der schönen Vasilisa genau.

Von dort ging es natürlich zu den traditionellen russischen Kleidern (habe ja gesagt, dass Märchen für mich immer damit zusammenhängen…) und dann zur Verzierung in Form von Stickereien. Meine Schwiegermama, ihres Zeichens waschechte Russin, hat mir auch schon ein paar Bücher und Links geschickt.

Und von den Stickereien ging es zu blumigen Satin-Band-Stickereien und Sticken auf Organza… Und von dort zu zarten Blumenelfen…Das wurde mir dann aber doch zu blumig.

Und ich dachte, was tragen eigentlich die Prinzen? Prinzen tragen oft eine Militär-Uniform. Russische Prinzen tragen hingegen eine Hussarenuniform… und ich brauche eine Übergangsjacke… aus rotem Samt. Wisst ihr wer auch noch in einem Märchen tollen roten Samt trägt? Danielle in Ever After, was ein wunderschöner Aschenputtelfilm ist.

Die Geschichte die meine Kollektion erzählen wird, ist die von der schlichten Maid zur opulenten Königin. Von der schönen Vasilisa zur schönen Tsarina.

Als drei handwerkliche Herausfordungen habe ich gewählt: Das erste Mal etwas komplett füttern (Jacke), Sticken auf Organza und Satin-Band-Stickerei.

Jetzt muss es nur noch umgesetzt werden, ohne daraus  „Vier Ballkleider und eine Jacke“ werden… wäre aber auch ein toller Märchentitel… aber mir schwirrt schon was im Kopf und unterm Bleistift. Das gibt es dann nächstes Mal.

artmagichearthappening: Ivan Bilibin - Illustration for the tale ‘Vasilisa the Beautiful’, 1900 Vasilisa the Beautiful at the Hut of Baba Yaga, Ivan Bilibin

сарофаныTraditional Khokhloma painting from Russia. #folk #art:

 

 

Garden Embroidered Beige Organza Dress- Detail:

fashionsfromhistory:

Fancy Dress of Prince F.F.Yusupov for the Romanov Dynasty Anniversary Ball
1903
State Hermitage Gallery
Winter coat for women:

https://i2.wp.com/www.everaftercostumes.com/wine/wine4.jpg

 

Startschuss für Nix für Lemminge

 

 

nixfürlemmingegross

Alexandra von MamamachtSachen hat zum selber designen aufgerufen, und nach meinem Zeitungskleid wurde ich da natürlich gleich hellhörig… und das obwohl ich schon einen so vernünftigen, bodenständigen Nähplan hatte, lauter Butter-und-Brot Oberteile und Hosen… und dann kommen so Themen wie Märchen um die Ecke… Nunja, sagt ja niemand, dass diese Oberteile super langweilig sein müssen. Zumal ich eigentlich ausreichend Kleidung habe, weshalb auch mal das ein oder andere Gaudi-Teil entstehen darf.

Ob ich nun alles selber designen werde, weiß ich nicht, weil das ja schon ein langwieriger Prozess ist und wenn ich es schon anpassbare Schnittmuster gibt bin ich für Effizienz. Und ob alle fertig werden, werden wir sehen. Planung ist für mich ja immer schon der halbe Spass.

Nun, mein Thema wird wohl das Märchen sein, da ich Märchen liebe, und ehrlich gesagt schon eine zu viele moderne Interpretationen und Wiedererzählungen gesehen habe. (Once upon a time habe ich sogar meinem Mann angedreht…) Und es gibt ja schon eindeutig eine Märchen-Mode und ich liebe das verspielte, übertriebene daran.

Aber meines wird modern interpretiert, für untragbares ist mir meine Zeit zu schade. Wobei für mich Märchenhaftes und Traditionelles oft Hand in Hand gehen. Mal sehen ob ich endlich zum Folklore-Sticken komme… vor allem wenn ich etwas nach Russland schaue, vor allem das Märchen der Baba Yaga hat mich schon lange fasziniert.

Daweil bin ich mal fleißig am pinnen, momentan schweben mir feenhaft luftige Kleidchen vor und viktorianische Blusen, irgendwas mit Posamenten, besticktem Tüll, Samt und Satin…

 

Evening dress

House of Worth dresses | House of Worth:

 

Nun, ich bin aufgeregt. Und gespannt was die anderen aus den Themen machen.

 

Anzug

Kinderkram: Aveline als Anzug

Anzug

Ein gutes neues Jahr, erstmal!

Hier ist es sehr leise, da die letzten Monate im letzten Jahr für mich waren wie ein Hamsterrad, ein schönes Hamsterrad zwar, aber trotzdem mit kaum Möglichkeiten mich mit etwas anderem zu beschäftigen als dem Lumpi oder dem Haushalt. Die wenigen Mußestunden konnte ich dann damit verbringen etwas zu erschaffen oder darüber zu schreiben, und da gewann eher das Erschaffen, vor allem weil ich keine Lust hatte Bilder zu machen und zu bearbeiten. Zumal ich auch noch nur für das Lumpi genäht hab. #Mutterleiden 😛

Eines davon ist dieser „Anzug“, genäht weil ich keine hübschen Anzüge gefunden habe für so kleine Zwerge, die nicht irgendwie nach Verkleidung aussahen. Getragen wurde er auf einer Hochzeit, wo alle ihn bewundert haben. (Den Inhalt natürlich auch.) (Trotzdem kann ich von Hochzeiten mit Babies nur abraten… es gibt kein einziges gutes Bild von dem Lumpi mit dem Anzug und gar keins von mir, weil wir in jeder Pause im Auto stillen/schlafen oder spazieren waren. Dabei hatte ich ein farblich dazu passendes Outfit an, und mein Mann auch. :‘-( )

Bei dem Schnittmuster handelt es sich um den Aveline von Lilikidz, wobei ich im Schritt eine Druckknopfleiste eingefügt habe. Es ist eine sehr großzügige 68, aus Wintersweat und 5-cm-Samtband. Der Body ist gekauft.

Ich schicke ihn auch zur made4BOYS-Linksammlung, wo ich neuerdings selbst viel stöbere.

Schwalben von Graz 6

Die Schwalben von Graz

Vor fast 5 Monaten bin ich nochmal auf den Schlossberg in Graz geschwaddelt, einerseits um mit der Treppe auf der Murseite die Wehen auszulösen und um mich abzulenken. Und da ich dann die Treppen mit der Riesenkugel kaum noch derstiegen bin (ja, auf österreichisch ist das ein Wort), haben wir eine sanfte Route durch die Gärten gewählt.  Und sind da auf unzählige Schwalben gestoßen, die sich auf dem Vorsprung der Mauer versammelt haben.

Schwalben von Graz 1 Schwalben von Graz 3

Kamera gezückt und den Vorsprung von allen Seiten fotografiert.

Schwalben von Graz 5 Schwalben von Graz 2

Schwalben haben ja Tradition in Graz. Bei einer Stadtführung haben wir erfahren, dass die Schwalbennester bei einer Fassadenrenovierung des Rathauses mal abgemacht wurden. Die Bürger waren so entsetzt, dass extra Nester bestellt wurden und wieder am Rathaus befestigt. Von unten sehen die Nester aus wie Teil der reich verzierten Fassade.

Schwalben von Graz 7

Zufällig habe ich wohl auch die zwielichten Vorgänge der Schwalbenmafia beobachten dürfen.😉

Schwalbenmafia

Ein schönes Wochenende wünsche ich Euch!

Sonnenblume

Erntedankfest im urbanen Gärtchen

Ich habe hier schon einmal über unseren Garten geschrieben, letztes Jahr. Ich und Garten, das ist so eine Sache. Meine Mama war leidenschaftlich bei der Sache, ich fand es immer eher langweilig und der Mühe nicht wert. Dann fanden wir zufällig eine Stadtwohnung mit Garten, die auch noch leistbar war und nahmen sie der Katze zuliebe.  Wie meine Mama wollte ich aber nicht einen hübschen Rasen und ein paar Blümchen, nein, essbar muss es sein. Auch wenn es nur 3 Quadratmeter sind, und die Erde eher lehmig. Also probierten wir mal rum.

Sonnenblume

Im ersten Jahr lief es ganz okay, wir hatten wenig Ahnung, kauften ein paar Bücher und raus kamen viele Kräuter, ein paar Tomaten und ein Kürbis. Und ein paar Träublein vom Stock den uns meine Tante zum Einzug geschenkt hat. Und jede Menge „Röhrlsalat“, also Löwenzahn.

Gemüse mit Buch

Weil es zufällig so lag: Der Grund warum wir faule Gärtner waren… weil wer anderer auch wächst.

Letztes Jahr hatten wir Pech. Das Wetter war ständig nasskalt und bei aller Liebe kam nicht viel raus. Unser erfolgreichstes Projekt waren ein paar Kartoffel in der nackten Erde, aber die wurden dann von Mäusen gefressen.

KartoffelTomaten

Dieses Jahr hatten wir nach Mai kaum Zeit um uns um irgendwas zu kümmern. Wir hatten ein Hügelbeet angelegt aus dem bisschen Schnitt und Küchenabfällen, Tomaten- und Sprossenkohlpflänzchen vom Raritätenmarkt drauf gepflanzt und dann noch gegossen wenn es besonders trocken war. Und siehe da, haufenweise Tomaten. Der Sproßenkohl steht noch aus, aber es sieht dank der Schnecken mittelmäßig aus. Außerdem hatten wir wieder viele Kräuter (das vernachlässigte Beet wollte ich mal nicht ablichten), besonders viel Melisse und Sauerampfer.  Es heißt doch es wächst immer das Kraut das man gerade braucht…

TraubenWunderblume

Das Fazit dieses Jahr:

  • Viele, viele Tomaten in allen Größen von Ochsenherz bis Ribisel. Ein paar konnten dank Claudines Tip auch noch nachreifen.
  • Eine Handvoll Kartoffel aus der Sackkultur.
  • Kräuter genug für jedes Gericht.
  • Einmal Brennesselspinat.
  • Genug Sauerampfer für viele russische Suppen und Salate.
  • Zwei große Zucchini und viele Zucchiniblüten.
  • Ein paar Handvoll Andenbeeren.
  • Mehr Trauben als wir essen konnten.
  • Und natürlich ein paar hübsche Blümchen.

 

Und das mit minimalem Aufwand. Mal sehen was nächstes Jahr passiert.Andenbeere

Aber es gibt auch viele andere Vorteile:

  • Das wild sprießende Grün inmitten der Stadt (Fitnessstudioterasse rechts, gepflegter Rasen links und vorne ein Parkplatz) gibt mir irgendwie das Landgefühl der Kindheit.
  • Ich lerne ein paar Survival-Skills.
  • Es ist einfach unglaublich entspannend, Pflanzen beim wachsen zuzusehen.
  • Wir beherbergen und ernähren eine Unmenge an Insekten. (Und Schnecken, die auch immer wieder kommen, weil wir sie nicht töten sondern ausquartieren.)
  • Wegen der Schnecken kommen auch Igel und Tigerschnegel vorbei.
  • Ich sehe jetzt überall ungenützte Grünflächen, wo man etwas Essbares pflanzen könnte oder Bäume deren Obst liegen bleibt…  kennt ihr schon mundraub.org?

Und ich schicke diesen Beitrag zum EiNab im Oktober.

Dahlie

Und, was habt ihr so geerntet? Habt ihr Tips für Mini-Gärten?

 

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Die mistige Bluse

Ja, so hieß diese Bluse während ihrer Entstehung und ich bin immer noch kein Fan. War der Schnitt schuld, war es der Viskose-Stoff oder war es die Tatsache, dass ich meine erste echte Bluse aus Viskose-Stoff machen wollte?

AsterAster3

Jedenfalls ist sie mistig. Hier auf dem ersten Bild sieht man auch gut warum ich auf der Hochzeit, für die ich sie genäht habe, den Blazer die ganze Zeit anließ. Der Kragen ist wellig, die Schultern sind zu weit… dass man eine Schnittmuster-Anpassung für schmale Schultern machen kann, kam mir natürlich erst als es schon zu spät war und ich etliche späte Stunden, in denen der Zwerg auf Papa schlief, mit der Bluse verschwendet habe. Bei komischen Proportionen ist es wohl besser auf Jersey zu setzen.

AsterAster2

Nicht im Bild: die echt kompliziert beschriebenen und dann trotzdem mistigen Manschetten. Ich glaube da ist immer noch ein Fehler im PDF und habe das dem Team von Colette auch geschrieben.

Ich werde sie dennoch tragen, weil mangelnde Auswahl in meinem Schrank. Hat schon mal jemand im Nachhinein die Schultern verkleinert?

Schnittmuster Bluse: Aster von Colette Patterns
Rock: gekauft.

Was es sonst noch so an hoffentlich nicht so mistigen Kleidungstücken gibt, seht ihr beim heutigen MMM.

#UnsungSewingBlogHero

Trachtenrock

Das erste Outfit, das der Held knipsen durfte. (Ist das wirklich schon drei Jahre her?)

Lori B. hat vor kurzem (oder vor längerem) diesen Artikel geschrieben, in dem sie ihren braven Mann lobt, der die Outfitbilder für ihren Blog knippst. Gleich dachte ich auch an den unbesungenen Helden meines Blogs, mein braver Mann, der inzwischen sogar fragt: „Und willst du gleich ein Bild für den Blog?“, wenn ich ihm was frisch Genähtes vorführe.
Ich bin kein großer Fan vom fotografiert werden, und komme mir in der Öffentlichkeit mächtig doof vor, aber mein Mann treibt mich immer an, noch ein paar mehr „zur Auswahl“ zu machen. Was sicher auch daran liegt, dass ich oft ihn anmeckere wenn kein Bild passt. Der Gute mag halt lieber Landschaften und neuerdings Babies ablichten, da muss man nicht darauf achten, ob ein BH-Träger sichtbar ist oder ob der Rock hinten blöde Falten wirft.

Ohne ihn wäre der Blog Bilder von mir vor der Wohnzimmertür mit der Kamera in einem blöden Winkel auf dem Schreibzimmertisch. Und ohne seine DSLR wären sie auch noch leicht unscharf.

Also dankeschön, mein unbesungener Held hinter der Kamera.

Refugees welcome

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Klick zur Aktion Blogger für Flüchtlinge in Deutschland. Danke an Lululoveshandmade für den Banner.

Jeder der mich im „echten Leben“ kennt, weiß auf welcher Seite ich in der Debatte um die Flüchtlinge stehe.
Das liegt einerseits an meiner Lebensgeschichte, meinen Studienfächern und meiner ehrenamtlichen Arbeit mit Flüchtlingen, aber auch meinem Teenagertraum mal bei der UNHCR zu arbeiten. Offline weiß es also jeder.
Erst durch den neuen Hashtag wurde mir bewusst, dass es auf meinem Blog wohl nicht ersichtlich ist und möchte daher hierzu Stellung nehmen.

Nein, wir sind kein Boot. Und selbst wenn, wäre es nicht voll. Wir werfen jedes Jahr pro Kopf 300 Kilogramm  Nahrung weg und lassen etliches mehr gleich liegen. Wir haben in Europa 11 Millionen leerstehende Wohnungen. Krisen steigern die Effizienz und das ist bei unserem Überfluss schon lange nötig. So entwickelt sich die Menschheit immer schon.
Also danke erstmal, liebe Flüchtlinge, dass ihr uns helft besser zu werden.

Wer helfen will kann dies auf verschiedenste Art tun, nicht nur in Deutschland, sondern auch hier in Österreich und sogar in Graz.