Wohnsplitter: Speisekammer

Ich möchte eine neue kleine Serie machen, mit alten und neuen Projekten aus meiner Wohnung, die manchmal zu klein für einen eigenen Post sind oder nur insgesamt Sinn ergeben.

Heute, meine überarbeitete Speisekammer.

Vorratsschrank4

Vor einer Ameiseninvasion hatte ich viele Vorräte in ihren Packungen gelassen und es gab auch öfters ein durcheinander von offenen und geschlossenen Packungen. Jetzt habe ich alles Offene in Gläser verfrachtet, die zum größten Teil up- und recyclet wurden. Vorratsschrank..

 

Bis ich genug große Gläser beisammen habe, sind auch noch Sachen in meinen alten Joghurtbechern untergebracht. Geschlossene Sachen sind in diesen grünen Boxen untergebracht. Ich habe dafür einfach den Stoff meiner alten Vorhänge mit Sprühkleber auf Katzenfutterschachteln geklebt und ein Ettikett mit Whiteboard-Marker beschriftet.

Vorratsschrank.

 

Mehl, Reis und größere Mengen habe ich in diese gekauften 5l-Gläser getan, in die etwa 2 Kilo Mehl passen:

Vorratsschrank2

Und auch sehr wichtig, ist diese hübsche Schachtel (eine größere Katzenfutterschachtel), in der die Süßigkeiten aufbewahrt werden.

Vorratsschrank3

Fast noch wichtiger sind für mich jedoch meine Gewürze, die ebenfalls in diversen upcycelten Gläschen aufbewahrt werden, deren Deckel ich mit mattem Lack besprüht habe und auf die ich mit meinem weißen Stoffmarker schreibe. So sind sie von oben schön auseinanderzukennen.

Vorratsschrank1

Pimp your Pullover

Beim aussortieren meiner Winterkleidung fiel mir dieser Pullover auf, den ich nie anziehe, weil er irgendwie durchsichtig ist und man auch Unterhemden immer sieht.  Also perfekt zum experimentieren. Ich hatte auch noch diesen Satin-Stoff herumliegen, der in der Restekiste meines Stoffladens war und 4 Euro gekostet hat. Nach mehreren Experimenten ist es ganz hübsch geworden, daher habe ich eine kleine Anleitung gemacht, falls noch jemand einen alten Pullover herumliegen hat.

So hat er  vorher ausgesehen:

Pulloverkragen selbermachen

Zuerst muss man den Kragen und die Schulterbreite abmessen:

Pulloverkragen selbermachen2 Pulloverkragen selbermachen3

Dann habe ich den Stoff doppelt gelegt und folgendes aufgezeichnet und ausgeschnitten: (Das Bild ist symbolisch für den vordern Kragen.)

Pulloverkragen selbermachen1

Für den hinteren Kragen sieht das ganze etwa so aus:

Pulloverkragen selbermachen4

Und dann das ganze entlang der roten Linien genäht und wo nötig in die Nahtzugabe geschnitten, damit der Kragen schön rund wurde. Ich habe den äußeren Kreis zuerst und dann den Inneren genäht und ganz am Rand eine Lücke gelassen um den Kragen auf rechts zu drehen und den dann auf rechts genäht.  Dann näht man den vorderen und hinteren Teil an den Schultern zusammen.

Außerdem braucht man noch 3 Stücke Stoff für die Schleife (inklusive 1.5 cm Nahtzugabe):

1 Mal 8 x 9

1 Mal 33 x 33 cm

1 Mal 60 x 29

Diese ebenfalls auf links nähen, ein kleines Stück frei lassen, auf rechts drehen und dann das kleine Stück auf links nähen. Das kürzeste Stück dann zu einer zwei Finger breiten Schleife formen und zusammenähen.

Jetzt ist der Zeitpunkt um den Kragen an dem Pullover zu befestigen. Ich habe mich nicht exakt an die Linien gehalten, weshalb der Kragen hinten etwas höher geworden ist als der ursprüngliche, was ich aber gut finde. Diesen näht man dann mit der Hand vorsichtig an die untere Schicht des neuen Kragens.

Pulloverkragen selbermachen5

Wenn man will, kann man noch die Schulternaht des neuen Kragens an die Schulternaht des Pullovers nähen festnähen, damit dieser Teil versteckt ist und der Kragen nicht wegfliegt.

Dann nimmt man vorne ein Stück des Kragens zusammen und näht diesen mit der Hand fest:

Pulloverkragen selbermachen7

Danach die Schlaufe direkt über dieser Naht, ebenfalls mit der Hand, festnähen:

Pulloverkragen selbermachen8

Nun kann man, das lange Stück Stoff unten und das kürzere oben durch die Schlaufe ziehen. Ich habe die Spitzen der Schleife mit wenigen Stichen an dem Kragen befestigt. Und fertig.

Pullovervorne

 

Ich nehme mit diesen Beitrag auch an RUMS teil, wo viele tolle, selbstgemachte Sachen präsentiert werden:

 

Nähinspiration von Designern

Um zu entspannen, surfe ich oft auf Blogs. Okay, manchmal mache ich es auch um wichtigeres aufzuschieben… egal, jedenfalls habe ich dadurch thecuttingclass.com gefunden, ein Blog, der Haute-Couture und sonstige Laufsteg-Mode auf Schnitt-Details auseinandernimmt. Ich fand das interessant, und obwohl ich die meisten Sachen nie in dieser Form tragen würde oder denke, dass sie insgesamt besonders hübsch sind, kann man sich doch ein bisschen Inspiration holen. Hier ein paar Beispiele, die ich nachmachbar finde.

(Um zu der Quelle zu kommen, bitte auf das Bild klicken.)

Dior Couture, und ausgeschnittener Chiffon über Pailleten. Man muss ja nicht gleich die Pailetten selber aufnähen.

Ethereal Fabrics at Dior Couture | The Cutting Class. Christian Dior, Couture, SS14, Paris. Image 7.

 

Smocking mit aufgenähten Perlen bei Rodarte. Könnte eine hübsche Verzierung für ein T-Shirt abgeben.

Star Wars and Smocking at Rodarte | The Cutting Class. Rodarte, AW14, New York, Image 4.

Satin-Schrägbänder die zu Trägern werden, ebenfalls von Rodarte:

Star Wars and Smocking at Rodarte | The Cutting Class. Rodarte, AW14, New York, Image 5.

Satin und ein anderer feiner Stoff als Träger, ebenfalls von Rodarte. Damit könnte man auch gut ein 08/15 Kleines Schwarzes chicer machen.

Star Wars and Smocking at Rodarte | The Cutting Class. Rodarte, AW14, New York, Image 20.

 

Folgende Bildchen sind aus der Herbst/Winter Kollektion von Dior.

Gequillteter (ist das Deutsch) Stoff für Kleider. Ich könnte mir das Ganze gut als Mantel vorstellen, wobei meine kleine Nähmaschine nicht so gerne Freihand-Nähen tut.

Lacing, Quilting and Tucks at Christian Dior | The Cutting Class. Christian Dior, AW14, Paris, Image 17.

Oder tatsächlich als Kleid, so wie hier. Ich finde auch die Silhouette sehr hübsch, wobei sicher nur so ein steifer Stoff einfach so bei den Schultern bleibt.

Lacing, Quilting and Tucks at Christian Dior | The Cutting Class. Christian Dior, AW14, Paris, Image 12.

Oder so wie hier, versteckt im Schlitz. Ich finde auch die Perlenstickerei sehr hübsch, damit könnte man ebenfalls ein langweiliges Kleid aufpeppen. Oder die Idee eines andersfärbigen Schlitzes an sich…

Lacing, Quilting and Tucks at Christian Dior | The Cutting Class. Christian Dior, AW14, Paris, Image 7.

Man kann auch fertige Verzierungen etwas anderes verwenden und sie in in das Kleid einfügen, wie hier bei Christopher Kane:

image

Und hier noch zwei Ideen für den oberen Teil eines T-Shirts vielleicht oder für ein besonderes Kleid. Spitze mit aufgenähten Applikationen oder Spitze die ohne Saum am Hals abschließt, von Valentino:

 

Habt ihr schon einmal etwas nachgeschneidert, das ihr auf einem Laufsteg gesehen habt?

Highlights der Woche

Am Sonntag war ich mit dem Schatz, einer Freundin und ihrer kleinen Tochter in dem Cafe Rosenhain auf dem Rosenberg. Es ist ein Pavilion, mit einer Terasse auf der man einen schönen Ausblick auf die Stadt hat. Leider war es wie immer zu dunstig für schöne Bilder. Es gab auch ein Brunch, weil Sonntag war und für 12 Euro bekam man ein gutes Frühstück, wobei es so beliebt war, das ständig Teller fehlten. Reservieren sollte man ebenfalls, da es ein beliebter Platz für Familien ist. Es ist auch ein angenehmer Spaziergang durch den Wald.

Rosenhain, Graz

 

Da ich jetzt an meiner Abschlussarbeit schreibe, stehe ich (wieder einmal) vor dem Problem der Zeiteinteilung. Für mich ist das immer wieder ein Problem, da ich mich ohne zeitliche Strukturen fühle, als ob ich im Vakuum vor mich hintreiben würde und die Motivation mich hinzusetzen immer einen Meter vor mir hertreibt. Irgendwann schleicht sich dann auch das Gefühl ein, dass ich wohl einfach nicht zum selbstständigen Arbeiten geschaffen bin, weil es ja Menschen gibt, die das so viel besser machen als ich.

Daher hier das Highlight der Woche #2, dass ich über KarmaKonsum gefunden habe.
Die Arbeitseinteilung berühmter Köpfe. Auffällig ist, dass sie alle unterschiedliche Schlafzeiten hatten und außerdem relativ wenig gearbeitet haben. Bis auf Balzac und Auden. Wobei ersterer 50 Kaffee getrunken und zweiterer Drogen genommen hat. Eigentlich bin ich nicht schlecht dabei, vergleichsweise.

 

http://infographwetrust.files.wordpress.com/2014/03/creative-routines-edit3.png?w=425&h=638

#3 war der Kinobesuch anlässlich des Beziehungsjubiläums mit meinem Schatz. Ein schöner, unkitschiger Film, der nicht von Hollywood produziert wurde, und daher die Realität auch nicht verhübscht. Ein Film über Katholizismus, Journalismus und eine wunderschöne Mutter-Sohn Geschichte der anderen Art.

#4 war der darauffolgende Besuch im indischen Restaurant Masala. Das Essen war wirklich lecker und die Raumaufteilung hat mich sehr an Indien erinnert. Es ist auch die Zentrale des India Center Graz. Vielleicht werde ich mir bald mal eine Veranstaltung dort anschauen.

 

Toiletttasche

Letzte Woche hat Frau Nähfreundin über die Jacke gesprochen, die sie verschenkt hat und die der Beschenkten dann nicht gefiel. Das hat mich an die Toiletttasche erinnert, die ich zwar photographiert hatte, aber über die ich noch nichts gepostet habe. Ich weiß nicht mal ob die Tasche der Beschenkten wirklich nicht gefallen hat, aber zumindest hatte ich das Gefühl und ich glaube es war auch ein bisschen verletzter Stolz, weil statt Freude und Lob ob meiner Kreativität nur ein kurzer Blick und ein “Danke” kam. Obwohl es in meinem Fall nicht an den Farben liegen kann, weil die sich die Beschenkte selbst ausgesucht hat.

Also zur Tasche. Das Innenleben ist aus Plastik-Tischdecke und es gibt eine Tasche für Sachen die trocken bleiben sollen mit Reißverschluss, und zwei kleinere Taschen mit Knöpfen. Und eine schmale Tasche für die Zahnbürste. Das äußere ist aus Baumwollstoff, obwohl ich glaube, dass ein festes Mischgewebe besser wäre, weil es die Farbe besser hält.
Das Innenleben ist ganz ähnlich aufgebaut wie beim Handtaschentäschchen, wobei der Boden unten gleich flach genäht wurde. Die Außentasche habe ich seperat gemacht und es war etwas nervig, weil ich ein paar Anfängerfehler am Boden gemacht habe. Das Ganze wird dann vom Reißverschluß zusammengehalten.

Selbstgenähte Toilette-Tasche1Selbstgenähte Toilette-Tasche2 Selbstgenähte Toilette-Tasche3 Selbstgenähte Toilette-Tasche4

Highlights der Woche

Diese Woche ist unglaublich schnell vergangen und ich war unter der Woche vor allem mit Arbeit beschäftigt.

Aber ein paar Highlights gab es dennoch:

#1 der Ausflug am Wochenende zum Thaler See. Eigentlich sollte das “See” heißen, weil es ein künstlicher Mini-See ist. Und er ist wohl ein beliebtes Ausflugsziel für Hundebesitzer. Daher war auch der 6 km Spaziergang zurück zur Stadt erfreulicher als der Rundgang um den See. Obwohl der auch Highlights hatte:

Thaler See

Überdachte Brücke bei Thal

Überdachte Brücke bei Thal

Schuppen in Thal bei Graz

Boot des Versprechens... ähm... romantisch.

Boot des Versprechens… ähm… romantisch.

 

#2 Am Abend wurde ich von meinem Schatz mit Eintrittskarten für die Premiere von “Die schöne Galathee”, eine Operette, die ziemlich witzig war. Und weil es die Premiere war, gab es auch noch ein leckeres griechisches Buffet. Und ich konnte mein grünes Samtkleid standesgemäß tragen. Leider durften wir keine Bilder machen…

#3 Apropos Grünes Kleid… Ich war total hin und weg von all den Besuchern meines Posts darüber und vor allem all die lieben Kommentare. Danke, danke, danke!

# Lacher der Woche war dieses Video hier:

 

 

 

MMM- Grünes Samtkleid

Grünes Kleid4Heute zeige ich Euch mein grünes Samtkleid, das ich ursprünglich als Weihnachtskleid betitelt hatte, weil ich im Dezember schnell-schnell ein Kleid nähen wollte. Aber da der Samt-Stretch-Stoff so teuer war, wollte ich ein Probekleid machen, und weil ich kein Schnittmuster gefunden habe, hab ich es auch noch selber entworfen und das ganze hat dann laaaaaaaange gedauert.

Ich hatte das Kleid jetzt schon zwei Mal an, einmal für eine Prüfung und dann für ein Konzert am Abend. Beim ersten Mal wurde ich etwas schief angeschaut, von den Kollegen die auch zu einer mündlichen Prüfung in Jeans und T-Shirt gehen. Beim zweiten Mal passte es perfekt. Obwohl mir ein bisschen heiß wurde… war ja auch als Dezember-Kleid gedacht.

Grünes Kleid1

Wie gesagt, der Entwurf ist von mir selbst, und es ist im wesentlichen ein Tellerrock mit einem Wasserfall-Top und abnehmbarer Schärpe. Der Wasserfallkragen bereitete mir am meisten Schwierigkeiten, da das ganze Kleid immer nach hinten gerutscht ist und von der Schulter geruscht ist, so das ganze zu einem unbequemen U-Boot-Auschnitt wurde.  Das ist bei dem leichteren Probestoff nicht passiert. Meine Schildbürger-Lösung war, die Schultern mit großen Sicherheitsnadeln zusammenzufassen und zwei Maschen darüber zu nähen, damit sie versteckt sind.

Grünes Kleid3

Das Problem könnte auch die Fütterung im Oberteil und im Rock sein, die das ganze zu schwer gemacht hat, obwohl ich das Gefühl hatte, dass es der Stabilität des ganzen geholfen hat. Und jetzt ist es ein thermisch hervorragendes Winterkleid.

Grünes Kleid2