MMM: Das rote Sarongkleid

Letzte Woche habe ich ja schon über mein Sackkleid aus einem Sarong gebloggt. Und hier ist das zweite davon, dieses mal weniger Sack und mehr kompliziert. Ich vermute, dass es Viskose, weil wie Baumwolle riecht es nicht. Aber wenn es eine Leserin genau weiß, bitte melden, weil ich würde es echt gerne wissen. Es ist ein luftiger Stoff, der sich eher kühl anfühlt, aber die Bearbeitung war einfach wie Baumwolle. Ich hatte keine Schwierigkeiten wie .meike., obwohl ihr Kleid mir allein schon wegen dem Namen sympathisch ist.

Rotes Viskosekleid 6

Vorher

Das Schnittmuster habe ich wieder selber entworfen, und überlege hier eine Anleitung zu veröffentlichen, weil das ganze echt nicht schwer ist. Die Knopfleiste ist voll funktionsfähig zum Stillen.

Rotes Viskosekleid 4

Und das Blumenmuster verzeiht auch Flecken.

Rotes Viskosekleid 1

Die Träger sind allerdings etwas zu kurz, und wenn mein Zwerg sich mal mit Papa als Träger zufrieden gibt, werde ich das ändern. Zumindest hoffe ich, dass es sich mit dem Stoffrest ausgeht.

Rotes Viskosekleid 5

Sie sind allerdings wieder breit genug um BH-Träger zu verstecken. Ich habe aus dem Oberteil ein Jäckchen dazugemacht.

Rotes Viskosekleid 2

Resting tired face

Die Photos hat wieder mal mein Mann gemacht, an dem kein Menschenphotograph verloren gegangen ist, weil er mir nicht gesagt hat, dass sich der Gummi unter den Busen verabschiedet hat. Naja, Realität und so.  Ich bin aber auch kein Model. (Der Photograph: „Gib uns Leidenschaft, gib uns sexy, gib uns zornig…“ Ich so: „Wenn ich müde bin, schau ich müde drein.“)

Rotes Viskosekleid 3

Das Kleidchen schicke ich wieder zum Me-Made-Mittwoch, der wohl wieder viele schöne Kleidchen aufweisen wird:

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Waschbare Gemüsetasche

Heute muss ich diesen Beitrag mit einem Geständnis beginnen: Ich hasse Plastiksackerl. (Oder Plastiktüten, für meine deutschen Leser.) Besonders diese dünnen, in die man Gemüse nur einmal einwickelt und sie dann entweder aufhebt bis der Behälter übergeht oder mit schlechtem Gewissen wegwirft. Deshalb habe ich nach einer Alternative gesucht, die alle Eigenschaften dieser Sackerl hat, aber waschbar ist. Diese Eigenschaften sind vor allem, dass es durchsichtig sein muss, damit die VerkäuferInnen sehen können, was sich darin befindet und dassnman diese Waagenzetterl aufkleben kann. Das Ergebnis sieht genauso aus wie ein normales Sackerl.

Ich habe sie jetzt ein paar Monate ausprobiert, und sie halten alles aus, es gibt keine Probleme an der Kasse, man kann sie einfach in den Kühlschrank geben und sie lassen sich waschen. Inzwischen habe ich auch schon ein paar verschenkt.

Und hier ist die Anleitung:

Was man braucht:

  • Halb-festen Tüll (meiner ist der Rest eines Vorhangs.)
  • Nähmaschine
  • Passender Faden, eine Nadel für dünne Webware
  • Eventuell ein Rollsaum-Fuß

Optionaler erster Schritt:
Ein altes Plastiksackerl auseinandernehmen, aber ich habe auch die Maße aufgezeichnet.

Grafik

Man legt dann die Vorlage auf jeweils eine Schicht Tüll und schneidet mit einer Nahtzugabe von 1,5 cm rundherum aus.

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Danach muss man die Henkel versäubern, das geht entweder mit dem Rollsaumfuss, oder indem man den Saum mit den Fingern rollt. Geeignet ist dafür ein besonders schmaler Zickzack-Stich auf einer kurzen länge. (2 bei mir)

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Danach legt man die Stücke aufeinander und näht die Seiten und die Henkel bei etwa 0.5 cm mit einem engen Geradstich zusammen. (Ich habe wieder 2 eingestellt.) Wenn man will, kann man die überstehenden Stücke mit nahe an der Naht zurückschneiden.

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Dann wendet man das Ganze und näht etwa bei etwa 1 cm über die alten Nähte an den Seiten und bei den Henkeln. (Französische Naht.)

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Nun näht man ohne zu wenden unten zu. Auch hier kann man wieder versäubern.

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Dann wieder wenden. Jetzt die Seiten nach innen stülpen, bis die Henkel genau in der Hälfte gefaltet sind und dann über den Boden und die Henkel nähen.

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Und dann ist es fertig!

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Man kann es auch klein zusammenrollen, also passt es in jede Einkaufstasche:

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Aus Alt mach Neu: Besticktes Jerseykleid

Diese Woche möchte ich ein Kleid vorstellen, an dem ich im Winter beim abendlichen Rumgammeln gearbeitet habe.

Aus alt mach neu_ Besticktes Jerseykleid1

Nachher

Das Kleid habe ich nicht selbst genäht, sondern letzten Herbst in einem Second-Hand-Shop um 5 Euro erworben, weil ich die Farbe schön fand und ich dachte, da kann man was draus machen… Gedacht, getan, gestickt?

Vorher

Vorher

Zum Sticken habe ich einen dunkelblauen Jersey verwendet, von dem ein halber Meter in der Restekiste 1 Euro gekostet hat… also nichts zu verlieren. Das Stickgarn ist Perlgarn von Anchor in der Farbe 318. Um den Jersey besser auf einen Stickrahmen spannen zu können habe ich dieses Vlies unterlegt, das glaube ich für Patchworkdecken gedacht ist.

Aus alt mach neu_ Besticktes Jerseykleid3

Aus alt mach neu_ Besticktes Jerseykleid4

 

Um den großen Ausschnitt etwas zu dezenter zu machen, habe ich auch ein Muster dafür gestickt, das am Schluss etwas nach einem Herz  aussieht, was nicht mein Plan war… aber angenäht sieht man das auch nicht mehr so.

Aus alt mach neu_ Besticktes Jerseykleid5

Die Restlichen Dekorationen sind in Schläuchen genäht und dann mit der Hand auf das Kleid genäht, außer der Saum, der mit der Maschine angenäht wurde, umgeschlagen und dann ebenfalls mit der Hand festgenäht. Ich war etwas ungeduldig, und habe beim Halsauschnitt etwas geschludert, so dass ich das noch mal auflösen und neu machen werde.

So sieht das Ganze von hinten aus… keinen Dank an den Verlobten, dem nicht auffällt wenn eine Schleife nicht in der Mitte ist, obwohl er photographiert. O.o

Aus alt mach neu_ Besticktes Jerseykleid.

Dieses Kleid nimmt auch am MeMadeMittwoch teil, wo Meike einen zum neidisch werden schönen Rock samt Unterröcken vorstellt, und es auch noch viele andere wunderschöne Kreationen gibt.

Edit: Im Nachhinein noch verlinkt bei der Handgestickt Linkparty bei MadewithBlümchen.

 

 

 

Wohnsplitter: Speisekammer

Ich möchte eine neue kleine Serie machen, mit alten und neuen Projekten aus meiner Wohnung, die manchmal zu klein für einen eigenen Post sind oder nur insgesamt Sinn ergeben.

Heute, meine überarbeitete Speisekammer.

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Vor einer Ameiseninvasion hatte ich viele Vorräte in ihren Packungen gelassen und es gab auch öfters ein durcheinander von offenen und geschlossenen Packungen. Jetzt habe ich alles Offene in Gläser verfrachtet, die zum größten Teil up- und recyclet wurden. Vorratsschrank..

 

Bis ich genug große Gläser beisammen habe, sind auch noch Sachen in meinen alten Joghurtbechern untergebracht. Geschlossene Sachen sind in diesen grünen Boxen untergebracht. Ich habe dafür einfach den Stoff meiner alten Vorhänge mit Sprühkleber auf Katzenfutterschachteln geklebt und ein Ettikett mit Whiteboard-Marker beschriftet.

Vorratsschrank.

 

Mehl, Reis und größere Mengen habe ich in diese gekauften 5l-Gläser getan, in die etwa 2 Kilo Mehl passen:

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Und auch sehr wichtig, ist diese hübsche Schachtel (eine größere Katzenfutterschachtel), in der die Süßigkeiten aufbewahrt werden.

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Fast noch wichtiger sind für mich jedoch meine Gewürze, die ebenfalls in diversen upcycelten Gläschen aufbewahrt werden, deren Deckel ich mit mattem Lack besprüht habe und auf die ich mit meinem weißen Stoffmarker schreibe. So sind sie von oben schön auseinanderzukennen.

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MMM: Dirndl-Bleistift-Rock / Dirndl-Pencil-Skirt

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Nachdem ich nun dem Me.Made.Mittwoch schon seit über einem Jahr folge, habe ich jetzt, wo aus meinen Nähversuchen sogar schon was wird, mich getraut auch einmal mitzumachen. Und zwar mit meinem ersten Rock nach einem klassischen Schnittmuster.

Die Geschichte des Rocks ist lang und für mich war’s jedenfalls spannend:

August: Online den Schnittmusterkurs von Mimi G. entdeckt. War eigentlich für einen A-Linienrock einfachster Stufe. Schnittmuster Burda Style B 7069 gekauft, weil mir Bleistiftröcke nie passen, dachte ich, musst du halt selber machen. Außerdem: Pah, A-Linienröcke hab ich genug, wie schwer kann das schon sein usw.

Immer noch August: Im Secondhandshop  einen Dirndl-Rock mit wunderschönem Muster gefunden, leider ein bisschen eng um die Taille, außerdem altmodisch. Dachte ich, Stoff, Unterrock, Reißverschluss und Fütterung um 16 Euro, machst du deinen Bleistift-Rock draus. Auf der Packung stehen Stoffempfehlungen, außerdem hat das Ding keinen Unterrock, hab ich nie gelesen.

September: Alten Rock aufgeschnitten, alles auseinandergenommen, wie bei Mimi alles abgemessen und das Schnittmuster ausgeschnitten, auf den Stoff gelegt, gezeichnet, draufgekommen, dass ich doch eine Stoffschere brauche, mit Stanleymesser mutig den schönen Stoff zerschnitten. Drauf gekommen, dass ich ein paar Sachen verkehrt herum ausgeschnitten hatte und der Teil für den Hintern für immer verloren war. Unverzagt ins Stoffgeschäft, schwarzen Stoff und eine echte Stoffschere besorgt, und noch mal von vorn…

Oktober: Brav an die Anleitung von Burda gehalten, alles zusammengenäht und gebügelt, aber der Bund ist viel zu breit, der Rock bauscht sich wo er nicht soll, was war das mit dem empfohlenen Stoff? So lange aufgelöst, gefuhrwerkt, genäht und wieder aufgelöst, bis ich dachte, nähen ist wohl doch keine meiner Begabungen. Am Schluss neue innovative Übernaht eingefügt, um die fluffigen Stücke flach zu halten. Dann einen Uralten Bleistift-Rock hervorgekramt, um zu sehen wie das mit dem Unterrock denn ist, und via Reverseengineering einen etwas zu engen Unterrock konstruiert.

November: Endlich den Saum fertig genäht.

Kosten: 20 Euro, und unendlich viele Nerven und Stunden…

Hier ist er also,  der Dirndl-Bleistift-Rock, der nun doch zu weit ist, obwohl er mal fast zu eng war… Instant-Abgenommen? Abend vs. Morgen-Taille? Hätte mich an die Stoff-Angaben halten sollen?

Noch in Dirndl-Form:

Vorher

Vorher

Und jetzt:

Vorne

Vorne

(Verlobter hat mir nicht gesagt, dass er sich verschoben hat… :-@):

Hinten

Hinten

Seite

Egal, werd ihn trotzdem tragen, vielleicht mit einem laaaangen Pullover.

Now that I have followed the Me.Made.Mittwoch blog for over a year, I have now decided to join, since my sewing-experiments are finally looking like real garments. Also, this is my first skirt from a classic pattern.

The history of the skirt is long and certainly exciting (for me at least):

August: I discoverd the online course about sewing-from-a-pattern by Mimi G. That was actually for an A – line skirt, the simplest kind. So, I decided to buy the pattern Burda Style B 7069, because pencil skirts never fit me, will have to make one myself… Also: Pah, I have plenty of A- line skirts, how hard can it be etc.

Still August: I found a handsome dirndl-skirt with the most charming floral pattern, unfortunately, it was a bit tight around the waist  and a bit old-fashioned. Oh my, I thought, fabric, petticoat , zip and interfacing at 16 Euros, I will make that pencil skirt out of it . On the packaging there are fabric recommendations, and the thing has no petticoat. Never even read that.

September: Cut the old skirt, disassembled everything, measured and cut the pattern just like Mimi, placed it on the fabric, drew, discovered that I really need proper fabric scissors, cut the beautiful fabric with a Stanley knife. Unsurprisingly, I had cut out a few pieces upside down and the backside was lost forever. Undaunted I went to the fabric store, equipped myself with black fabric and proper fabric scissors, and started at the beginning …

October: Followed the Burda instructions like a good girl, stitched it all together and ironed everything, but the belt-part was too wide, the skirt had weird bags where he should not have had them, what was that about the recommended fabric? I unstitched, ripped seams, restitched and in short was so crafty, I decided sewing might not be one of my talents after all. In the end, I inserted a new, innovative seam to keep the fluffy pieces flat. Then I dug out an ancient pencil skirt to see about how petticoats are made and then reverse-engineered the heck out of it. A little too tight, but who is counting.

November: Finally finished sewing the hem.

Cost: 20 euros , and countless nerves and hours …

So here it is, the dirndl-pencil-skirt that is suddenly too wide, even though it was almost too tight a day before… Instant Weightloss? Evening vs. Morning waist? Should I have stuck to the fabric information?

Before:

Before

Before

And now:

Fron

Fron

Rear ( Fiancé did not tell me that it had shifted … : – @ ) :

Back

Back

Side

Side

I will wear it anyways, maybe with a loooong jumper.

Gerahmte Herbstblätter / Framed autumn-leaves

Framed Leaves / Gerahmte Blätter

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Jetzt wo ich nach Weihnachten etwas Zeit hatte, bin ich endlich dazu gekommen ein länger geplantes Projekt umzusetzen. Ich liebe es ja, etwas Natur in die Innenräume zu bringen, und vor allem Blätter haben es mir angetan. Ich habe schon im Herbst Blätter gesammelt und getrocknet, aber dann ist mir so einiges dazwischen gekommen. Aber jetzt hängen die Blätter-Bilder endlich und so schwer war es nicht:

Was man braucht:

Blätter, ein dickes Buch, Zeitungspapier, Glasrahmen (in meinem Fall rahmenlose Rahmen, weil ich die gerade da hatte), dünner Pappkarton (Frühstücksflockenverpackung), normales Papier, Schere und Kartonschneider und ein hübsches Geschenkpapier, am besten mit Metall-Folien-Anteil.

So geht’s:

  • Zuerst mal hübsche Blätter sammeln. Unbedingt darauf achten, dass sie nicht merkwürdig riechen, glaubt mir, meine Mappe riecht jetzt noch nach Maische von ein paar sehr hübschen Blättern. Leider konnte ich sie deswegen nicht benutzen, wer will schon, dass das Wohnzimmer riecht wie eine Brauerei.
  • Dann die Blätter mit kaltem Wasser abspülen und auf einer Zeitung über Nacht trocknen lassen.
  • Am nächsten Tag in eine Zeitung und in ein Buch legen, und das Buch dann gut einklemmen, damit die Blätter ordentlich flach gedrückt werden.
  • Nach etwa einer Woche kann man die Blätter dann rahmen.
  • Den Rahmen passend zur Größe des Blattes aussuchen.
  • Dazu ein Stück normales Papier auf den Rahmen zuschneiden. Anhand von diesem dann auch das Geschenkpapier zuschneiden.
  • Zuletzt dann den Karton zuschneiden und einen Rand von etwa 2 cm auf jeder Seite ausmessen und das Innere herausschneiden.
  • Nun zuerst das Papier, dann den Kartonrahmen und am Schluss das Geschenkpapier auf die Unterseite des Rahmens legen. Den Finger in ein Stück Stoff wickeln und damit das Geschenkpapier auf den Kartonrahmen drücken.
  • Nun das Blatt auflegen und eventuell überstehende Stängel abschneiden.
  • Dann das Glas auflegen und befestigen.

Fertig!

Framed Leaves How-to / Gerahmte Blätter

Now that I had some time after Christmas, I finally got around to realize a long planned project. I love to bring a little nature inside, and I especially love leaves. I’ve collected these leaves in autumn and dried them, but then I got distracted.

But now the framed leaves are done and it was not that hard:

What you need:
Leaves, a thick book, newspaper, glass frames (in my case, frameless frames because I already had them), thin cardboard (cereal boxes), normal paper, scissors and a cutter and a pretty gift wrapping paper, preferably with a metal film.

 

Here’s how:

  • First off, collect pretty leaves. Make absolutely sure that they don’t smell weird, my binder still smells after a bit like mash from some very pretty leaves. I couldn’t use them, who wants their living room smelling like a brewery after all.

  • Then rinse the leaves with cold water and let them dry on a newspaper overnight.

  • The next day put the leaves in a newspaper individually and place them in a book, and then press the book well, so that the leaves are pressed flat.

  • After about a week you can then frame the leaves.

  • Choose the frame to match the size of the leaf.

  • Cut a piece of plain paper to match the frame. Based on this cut the wrapping paper. At last, cut the carton and measure an edge of about 2 cm on each side and cut out the interior.

  • Place the paper, then the cardboard frame and finally the wrapping paper onto the bottom of the frame. Wrap your finger in a piece of cloth and neatly press the wrapping paper to the cardboard frame.

  • Now add the leaf and cut off any excess stem. Then replace the glass and secure it.

 

Done!

Geschenkbeutel / DIY Newspaper Giftbag

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Weihnachten naht in Riesenschritten, und ich habe noch nicht alle Geschenke, aber ein paar habe ich schon. Ich packe sie meistens gleich ein, damit ich nicht zwei Stunden bevor wir losfahren hektisch Bänder knoten muss.

Ich wollte dieses Jahr mal kein Geschenkpapier kaufen, weil das eh immer gleich wieder auf dem Müll landet, und habe deshalb Sackerl/Beutel aus Zeitung und alten Geschenkpapierresten gemacht.

 

So geht’s:Geschenkbeutel selber machen

  • Ausmessen wie breit und tief der Beutel für die Geschenke sein muss. Die Tiefe durch zwei teilen.
  • Nun zwei Zeitungsblätter (für Stabilität) übereinander legen und folgende Stellen am unteren Rand markieren:
    • Irgendwo in der rechten Mitte einmal die Breite markieren.
    • Links und rechts davon die gewünschte Tiefe in zwei Schritten markieren.
    • Rechts noch einmal eine halbe Tiefe dazu markieren.
    • Links davon noch einmal eine Breite markieren.
  • Jetzt anhand dieser Markierungen bis nach oben falten.
  • Jetzt die Markierungen auf einen Geschenkpapier-Rest wiederholen und ebenfalls falten.
  • Das Geschenkpapier am oberen Ende des Beutels mit der Zeitung falten.
  • Jetzt alles am Rand zusammenkleben. Achtung, auch die zwei Zeitungsblätter und das Geschenkpapier jeweils einzeln ankleben.
  • Festpressen und trocknen lassen.
  • Nun ausmessen wie hoch der Beutel sein muss und oben und unten etwa 10 Zentimeter Platz lassen.
  • Den Beutel jetzt unten abschneiden.
  • Um den Boden zu erschaffen die Seiten etwa 8 Zentimeter einschneiden.
  • Die schmalen Seiten einklappen und mit einem Stück Klebeband fixieren.
  • Die breiten Seiten zu einem Dreieck falten und eventuell auch die Spitze einfalten.
  • Alles festkleben und am besten von innen dagegen drücken.
  • Der Beutel ist jetzt fertig und muss nur noch dekoriert werden. Ich habe drei Varianten versucht:
    • Option 1: Den Beutel befüllen und dann einfach den oberen Teil zu einer Spitze formen, nach hinten klappen und festkleben. Danach mit Bändern, Zweigen und Geschenkanhängern dekorieren.
    • Option 2: Den oberen Teil nach hinten klappen, mit einem Locher vier Löcher stanzen und dann ein hübsches Geschenkband durchfädeln.
    • Option 3: Etwas rustikaler wird es mit einem Haushaltsband und Zweigen.

Geschenkbeutel selber machen / Gift Bag DIY

 

So, Christmas is nearing, and even if I do not have all the Christmas gifts yet, I have a lot of them already and I tend to pack them up as I go, so I don’t get into a frenzy two hours before we leave.

This year I decided not to buy wrapping paper, since most of it lands in the garbage anyhow, but to use newspaper and leftover scraps of wrapping paper to make some giftbags.

 

Here’s how:

Gift Bag DIY

  • Measure how wide and deep your bag will need to be. Divide the depth by two.
  • Now take two sheets of newspaper (for stability) and mark the following position at the bottom:
    • Somewhere in the middle mark one width.
    • Left and right of it mark the desired depth in two steps.
    • On the right, mark another half of the depth
    • To the left mark another width.
  • Now fold along these marks all the way up.
  • Transfer the marks onto your wrapping paper if you are using it and fold it as well.
  • Now fold the wrapping paper over the top of your newpaper.
  • Now glue all of these things together at the edge (depth part). Remember to also glue the two sheets of newspaper and the wrapping individually.
  • Press firmly and let dry
  • Now measure how high your bag has to be and add 10 centimetres/ 4 inches on the top and bottom
  • Cut the bottom off at your markings.
  • To create the bottom cut the four sides for about 8 cm/3 inches.
  • Fold in the narrow sides and secure them with a piece of tape.
  • Fold the broad sides into a triangle and possibly fold the top, so it won’t go over the edge of your bag.
  • Glue everything and press it from the inside.
  • The bag is now finished and awaiting to be decorated.
  • I tried three different options:
    • Option 1:

      Fill the bag and then for a triangle with the upper part, simply fold it back and secure it with a piece of tape. Then decorate it with ribbons, branches and a gift tag.

    • Option 2: Fold the top to the back, punch four holes and then loop a pretty ribbon through them.
    • Option 3: For a more rustic approach, decorate it with branches and some burlap string.

 

Weihnachtsfeier-Kleid / Christmas-Party Dress

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Da ich das Kleid im Frühherbst umgenäht habe, ist es etwas luftig dargestellt. Jetzt werde ich es mit einem Bolero und Stiefeln tragen. /Because I already sewed this dress in early autumn, it looks a bit airy. Now I will wear it with a bolero-jacket and boots.

Da ich das Kleid im Frühherbst umgenäht habe, ist es etwas luftig dargestellt. Jetzt werde ich es mit einem Bolero und Stiefeln tragen. /
Because I already sewed this dress in early autumn, it looks a bit airy. Now I will wear it with a bolero-jacket and boots.

Jetzt wo es überall Weihnachtsfeiern gibt und alle ihre hübschen Cocktailkleider hervorholen, möchte ich eines meiner schneiderischen Projekte mit Euch teilen. Ich muss dazu sagen, dass ich Schneiderinnen-Technisch mit Sicherheit ein Anfänger bin, also ist dieses Projekt wirklich super leicht und hat mich auch nur etwa 2 Stunden gekostet.

Angefangen habe ich mit einem knöchellangen Abendkleid von Bon Prix aus Polyester (Unterkleid) und Chiffon, dass ich mir vor Jahren eingebildet habe, aber wegen der merkwürdigen Länge dann nur einmal anhatte.

So geht’s:

  • Das Kleid anziehen und abmessen wie kurz es werden soll. Diese Länge auf dem Unterrock markieren und wieder ausziehen.

  • Jetzt der Markierung vorne etwa 10 cm und hinten 15 cm hinzufügen. (Für die Naht und hinten damit es durch die Rundungen des Hintern nicht hochgezogen wird.)

  • Entlang dieser Linie abschneiden.

  • Nun den Saum umnähen, indem man den Saum zweimal bei jeweils 5 cm umklappt.

    Nun sollte der Saum hinten etwa 5 cm länger sein als vorne.

    So geht's: / This is how:

    Irgendwie sieht die Farbe jedesmal anders aus / Somehow the colour comes out differently every time.

  • Jetzt das Kleid wieder auf einen Bügel hängen und mit Stecknadeln die Falten markieren, so man sie haben will. Falls Du das Kleid mit einem Gürtel tragen willst, markier Dir die Stelle vorher, damit dort keine Falten sind. Die Stecknadel wird von außen durch den Chiffon und dann durch den Unterrock und wieder nach draußen gefädelt. Idealerweise ist die Stecknadel durch den überlappenden Stoff verdeckt.

  • Eventuell das Kleid in diesem Zustand vorsichtig anziehen.

  • Wenn alles so sitzt wie man es haben will, direkt neben der Stecknadel im Kreis nähen und die Fäden dann innen verknüpfen.

  • Dies bei allen Nadeln wiederholen und die Nadeln dann entfernen.

  • Am Schluss alle überhängenden Chiffonstücke rundum an den Saum des Unterkleids nähen.

Fertig!

 

Now that there are Christmas-parties everywhere and everyone is bringing out their pretty cocktail dresses, I want to share one of my sewing projects. I must say that I am only a beginning seamstress, so this project is really super easy and took me only about 2 hours.

I started with an ankle-length gown by Bon Prix made of polyester (petticoat) and chiffon that I got a few years ago, but because of the odd length I only wore it once.

 

Here’s how:

  • Wear the dress and measure how short you want it to be. Mark this length on the petticoat and take it off.

  • Now add about 10 cm to the marking in the front and about 15 cm to the marking in the back. (For the seam and so that it is not pulled up by the roundness of your butt in the back.)

  • Cut along this line.

  • Now sew the hem by flipping it twice at 5 cms each. Now the rear hem should be about 5 cm longer than the front.

  • Now put the dress back on a hanger and mark the folds you want with pins. If you want to wear the dress with a belt, also mark that place, so there are no folds there. The pin is threaded from the outside through the chiffon and then the petticoat and back out. Ideally, the needle is covered by the overlapping material.
  • Maybe try the dress on very carefully to see if everything is the right place.

  • If everything is the way you want it, sew in a circle right next to the needle and knot up the thread on the inside of the petticoat.

  • Repeat this with all the needles and then remove the needles.

  • At the end, sew all overhanging chiffon pieces all around to the bottom hem of the petticoat.Done!

Schmuckaufbewahrung Teil II / Jewelry Storage Part II

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Hier ist noch ein anderes Schmuckkästchen, das sogar noch leichter zu machen ist als das Erste.

Was ihr dafür braucht:

Einen alten Setzkasten (meiner war gratis, da meine Cousine sie wegwerfen wollte), Bastelfilz, eine Schere und eventuell Schneiderkreide oder einen weißen Farbstift zum Anzeichnen.

Und so geht’s:

  • Den Setzkasten gut reinigen und eventuell ölen.
  • Bei entfernbarem Gitter:

    • Das Gitter aus dem Kasten nehmen.
    • Den Bastelfilz hineinlegen und die Kanten markieren.
    • Außerhalb der markierten Linien abschneiden.
    • Den Filz hineinlegen.
    • Das Gitter wieder in den Kasten stecken.

    • Fertig!

    Bei nicht entfernbarem Gitter:

    • Den Filz in ungefähr passende Streifen schneiden.
    • Den Filz in das Kästchen legen und die Ecken markieren.
    • Außerhalb der markierten Linie abschneiden.
    • Falls ihr lauter ähnliche Kästchen habt, so wie ich, könnt ihr den ersten Flecken als Vorlage nehmen.
    • Den Prozess bei allen Kästchen wiederholen.
    • Die Flecken in die passenden Kästchen legen. (Puzzle, yay!)
    • Fertig!

Ich habe meine verschiedenen Schmuckkästchen in meinem Schminktisch in einer Lade verstaut, damit nichts staubig wird.

Tipp: Man kann die Ohrringe auch „aufhängen“, dann muss man sie nicht rauskramen!

So, da habt ihr’s! Falls ihr Fragen oder Kommentare habt einen, ähm, Kommentar hinterlassen!

 

Here is a different jewelry box, that is even easier to make than the first.

What you will need:

An old letter case (I got mine for free, because my cousin wanted to get rid of them), craft felt, a pair of scissors and possibly soapstone/tailor’s chalk or a white crayon to mark with.

And here is how:

  • Clean the letter case well and possibly oil it.
  • With a removable grid:
    • Take the grid out of the box.
    • Put the craft felt inside and mark the edges.
    • Cut outside of the marked lines.
    • Insert the felt.
    • Replace the grid into the box.
    • Done!
  • With an unmovable grid:
    • Cut the felt into approximately matching strips.
    • Put the felt into the box and mark the corners.
    • Cut outside the marked lines.
    • If you have a lot of similar boxes like me, you can take the first patch as a template.
    • Repeat the process for all the boxes.
    • Put the patches in the appropriate boxes. (Puzzle, yay!)
    • Done!

I have hidden my different jewelry boxes in a drawer in my dressing table so that nothing becomes dusty.

Tip: You can also „hang“ up your earrings, so you don’t have to fish them out!

There you have it! If you have any questions or comments, please don’t hesitate to leave them down below!

Mottensäckchen / Moth Repellent Pouch

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Da ich letzten Monat meinen Schrank auf Winter umgestellt habe, dachte ich, ich könnte gleich Mottensäcken, oder besser gesagt Anti-Motten-Säckchen, machen. Und was wäre besser dafür geeignet als Kleidung die ich aussortiert habe. Noch besser war, dass ich auch die Füllung schon in meiner Küche hatte, genauer gesagt, aus dem Gewürzregal. Die Idee für die Füllung habe ich von diesem Artikel. Ich bin noch skeptisch, ob es wirklich Motten vertreibt, aber wie ich schon erzählt habe, schrecke ich in diesem Bereich auch vor Chemie nicht zurück, und die Säckchen riechen immerhin herrlich.

Was man dafür braucht:

Ein altes Kleidungsstück (ich habe ein altes Baumwoll-Nachthemd benutzt), ein paar Bändchen (ich habe die herausgeschnittenen Bändchen verwendet, die bei neuer Kleidung immer bei den Schultern hängen. Da meine Kleidung meistens liegt, brauch ich sie nicht), trockene Zitronenschale, Pfeffer, Thymian, Rosmarin, Zimtstangen und eventuell Deko, wie etwa Spitze. Außerdem braucht man: Eine Schere, ein Winkel-Lineal, Nadel, einen passenden Faden und eventuell ein Maßband und ein Bügeleisen. Noch dekorativer wird das Ganze mit einem Wollsäckchen, dafür braucht man dann noch Wolle in zwei Farben, Stricknadeln, ein Gummiringerl und eine Häkelnadel.

Also, los geht’s:

  1. Den Stoff abmessen und an den Seiten etwa 1,5 cm und oben und unten etwa 2 cm dazu rechnen. Ich habe die Maße: 11,5 x 24 bzw. 22 cm verwendet. (Der eine Saum war bereits umgenäht.)
  2. Hilfslinien einzeichnen und dann ausschneiden.
  3. Es hilft, die Ränder zuerst zu bügeln.
  4. Dann die zuerst die Ränder oben und unten nähen. Ich habe mit der Hand genäht, da meine alte Maschine den flexiblen Stoff nicht mochte, und zwar alles mit einem ganz einfachen Rückstich
  5. Damit es besonders hübsch aussieht, hab ich gezeigt wie man die Ränder oben legt.
  6. Danach den Stoff mit der zukünftigen Innenseite nach außen drehen und den Rand etwas einrollen, damit später keine Gewürzbrösel rausfallen, und dann wieder vernähen.
  7. Am Besten unten anfangen, und dann oben mit einem Stich über den Rand gehen, damit nichts ausfranst und dann erst einen Knoten machen.
  8. So, jetzt zur Füllung. Ich habe mich am Schluss für Rosmarin, Zitronenschalen und Zimt entschieden, und in einer Schüssel vermischt, bevor man sie ins Säckchen schüttet.
  9. Danach das Säckchen mit einem der Bändchen verschließen, und am besten einen festen Knoten machen.
  10. Ich wollte ein Säckchen zu meinem geliebten Wollmantel hängen, und daher musste es etwas hübscher sein, also hab ich schnell noch ein Säckchen gestrickt.
  11. Dafür etwa die Länge einer Seite Grundmaschen stricken und danach vor rechte und zurück linke Maschen stricken, oder ein Streifenmuster machen, so wie ich es probiert habe.
  12. Wenn man etwa den Beutel umschließen kann, abketten und die Seite und unten vernähen.
  13. Dann noch ein hübsches Band in einer anderen (oder mit einer anderen) Farbe häkeln.
  14. Das Gewürzbeutelchen mit einem Gummi verschließen und in den Wollbeutel stopfen, dann mit dem gehäkelten Band verschließen.
  15. Wenn ihr das Beutelchen auch aufhängen wollte, könnt ihr auch noch ein einfaches Bändchen häkeln und an das Verschließbändchen anhängen.
  16. Und voilà, ein hübsches Beutelchen für den Kleiderhaken.

P.S. Das Säckchen ab und zu drücken, damit der Duft wieder freigesetzt wird.

P.P.S. Falls Ihr nicht stricken könnt, aber es können wollt, könnte auch dieser Post interessieren.

P.P.P.S. Falls Ihr noch Fragen habt oder bessere Ideen, bitte kommentieren. Ich beantworte jede Frage!

 

Since I changed my wardrobe to winter last month, I thought I could need some anti-moth-pouches. And what would be better suited than the clothes I’ve sorted out. Even better, the filling was already in my kitchen, more precisely, in the spice rack. I got the idea for the filling from this article. I’m still sceptical that it really repels moths, but as I’ve already told you I do not shrink from using chemistry in this area, and the bags at least smell wonderful.
What you need:
An old piece of clothing (I used an old cotton nightgown), some ribbon (I used the cut out ribbons hanging in new clothes always with the shoulders. Since my clothing is mostly, I need not), dried lemon peel, pepper, thyme, rosemary, cinnamon sticks and possible decoration, such as lace. You’ll also need: A pair of scissors, an angled ruler, a needle, a matching thread and possibly a tape measure and a flat iron. The whole thing is even more decorative with a woollen sachet, but then you need wool in two colours, knitting needles, a crochet hook and a rubber band.

 

  1. First measure the fabric and leave an extra of about 1.5 cm on the sides and about 2 cm above and below it. I have used the following dimensions: 11.5 x used 24 or 22 cm. (One hem was already sewn.)
  2. Draw guides and cut the cloth.
  3. It helps to iron the edges first.
  4. Then stitch the top and bottom edges first. I sewed by hand, because my old machine did not like the flexible material. I used a simple backstitch the entire time
  5. To make it look more pretty, I have shown how to fold the edges at the top.
  6. Then fold the fabric with the inside out and roll the edge a little, so that no spice crumbs fall out and sew again.
  7. The best way is to begin at the bottom and in the end do a stitch over the edge, so that no fraying occurs.
  8. Now onto the filling. I decided on rosemary, lemon peel and cinnamon at the end and mixed them in a bowl before being pouring them into the sachet.
  9. Then close the bag with a ribbon, making a tight knot before the bow.
  10. I wanted to hang a sachet with my beloved wool coat, and therefore it had to be something prettier, so I quickly knit a small bag.
  11. Knit about the length of one side with a basic knit stitch and then knit it evenly back and forth or make a striped pattern (as I tried.)
  12. If you have enough to wrap it around the bag, bind it off and sew the side and bottom.
  13. Then crochet a pretty ribbon in a different (or with another) colour.
  14. Seal the spice-sachet with a rubber band and insert it into the wool bag, then seal it with the crochet band.
  15. If you also want to hang it from your hanger, you can crochet another simple ribbon and attach it to the first ribbons back.
  16. And voilà, a pretty little bag for the hanger.

 

P.S. Crunch the sachet up every now and then.

P.P.S. If you don’t know how to knit, you might be interested in this post.

P.P.P.S. If you have any questions or comments, please go ahead and leave them below. I will respond to every question.