Stoffdiät- Ich bin dabei


Bei Küstensocke gibt es eine Gruppen-Stoffdiät, die mir sehr gelegen kommt, da ich schon seit letztem Jahr versuche, keine Stoffe zu kaufen. Ich war eigentlich immer sehr gut darin, nur projektbezogen Stoffe und Schnittmuster zu kaufen. Ich habe mir vorgenommen, nur diese Kommode zu füllen. Nun ja. Ich könnte jetzt anbringen, dass die oberste Lade Kurzwaren enthält, die unterste auch noch Schals  und eine eigentlich nur Reste… Aber in Wahrheit würde mein sonstwo hingestopfter Vorrat auch da nicht reinpassen. Ich habe auch noch einen Beutel voluminösen Frottee, eine Kiste Füllung und eine Tasche mit Kleidung, die upgecycled werden möchte. 

Was zwischen mich und den Minimalismus kam, war das Träumen. Seit mein Sohn da ist, war Stoffe und Schnittmuster kaufen leichter, als tatsächlich was zu nähen. Und dann bekam ich von meiner Schwiegermama eine riesen Schachtel Stoffe, die sie bei ihrer Inventur gefunden hatte und schon war die Kommode zu klein. 

Ich habe den Herbst dazu verwendet, alle Stoffe zu messen, zu photographieren und in meiner „Sew Awesome„-App einzugeben. Das ist ziemlich cool, denn nun kann ich locker schauen, ob ich genug für dieses und jenes Schnittmuster habe und scrollen statt alle Läden und Säcke zu durchwühlen.  Ich habe auch schon einiges an kleinen Stücken zu Shorts, Kinderkleidung und Geschenken vernäht. Leider komme ich nicht dazu alles zu verbloggen, bevor es alt aussieht oder verschenkt ist. 

Die Streichelstoffe

Mein Plan dieses Jahr: 

  •  Gar keine neuen Stoffe  für mich zu kaufen, ausgenommen Kombi- und Futterstoffe.
  • Ausnahme: Stoff für eine Frühlingsbluse, falls ich einen supertollen finde. (Ausgenommen auch Stoffe für den Sohn und Mann.) 
  • Auch Geschenke sollten möglichst upcycelt oder aus Resten genäht werden. 
  • Alle meine Stoffe (und Schnittmuster) gleich in die App einzugeben und nach dem hoffentlich baldigen Umzug an einem Ort zu organisieren. 
  • Etwas mehr bewusst zu planen was ich nähen will, und Ideen gleich zu notieren, da mir oft was passendes einfällt und dann wieder entfällt und dann frage ich mich, was ich mit dem Stoff wollte… 
  • Aus den Resten Sternchen-, Frühchen- und Puppenkleidung nähen, und aus den größeren Webstoffresten Herzkissen
  • Stoffe, aus denen ich wirklich nie was machen werde verkaufen, spenden, verschenken, tauschen. Vielleicht gibt es wieder einen Stoffflohmarkt…  

Mal sehen, ob das machbar ist. Aber ich werde mich zu den Stoffläden nur mit einer genauen Liste und ohne viel Zeit wagen, da kaufe ich immer wenig bis gar nichts… Und das ist ja das Ziel.
 

Zum Zwecke eines Countdowns: grob gezählt  sind es wohl 54 Stoffe und 20 große Reste.

Aus dem Nähkästchen: Aha-Momente

Wenn man etwas Neues anfängt, lernt man meistens die Basics zuerst, die einfachste Methode etwas zu tun. Je mehr man aber reinkommt, desto mehr kommt man auch auf Abkürzungen und Tricks.  Und manchmal gibt es so Momente, wo man sich nur noch denkt: „Warum bin ich da nicht früher drauf gekommen?“
So erging es mir auch beim Nähen. Damit ihr auch den folgenden Gesichtsausdruck bekommt, habe ich euch mal sechs meiner Aha-Momente zusammengestellt.

  • Man kann die Basics einfach online lernen, z.B. die Nähmaschine bedienen oder Schnittmuster lesen. Wobei ich ich finde, dass sie eine gute Einführung vom Händler und einen guten Nähkurs nicht ersetzen.
  • Man kann Schnittmuster um zwei Größen verkleinern oder vergrößern. Wie das geht, zeigt Euch Susan hier.
  • Man kann Schnittmuster an den eigenen, oft so individuellen Körper anpassen. Es gibt dazu mehr oder weniger aufwendige u. Wie das geht, dazu nächste Woche mehr.
  • Man muss Schnittmuster nicht zerschneiden. Es gibt die klassische Methode des Rädelns, des Abpausens und diese geniale Methode des Einschneidends.
  • Füße erleichtern einem alles.
    Am Schluss wieder Erkenntnis, die so manchen NäherInnen ein sarkastisches „Ach wirklich?“ entlocken mag.
    Nähfüße sind cool und es gibt viele verschiedene. Vor allem Reißverschluss-Füße, für jeden Typ Reißverschluss einen, sind supercool.
    Eine sehr genaue Demonstration von verschiedenen Füßen gibt es hier bei Craftsy. (Leider auf Englisch, dafür aber gratis.)
  • Es gibt Schnittmuster-Zeitschriften in der Bibliothek. Wahrscheinlich nicht in jeder, aber doch in jeder größeren Stadt, denke ich. Zumindest bei uns in der Hauptfiliale in Graz, und von Facebook weiß ich, dass es auch in anderen Städten die Burda Style zum leihen gibt.

Was von meinen Aha-Momentan habt ihr schon gehabt? Was sind Eure Aha-Momente gewesen?