Die Schwalben von Graz

Vor fast 5 Monaten bin ich nochmal auf den Schlossberg in Graz geschwaddelt, einerseits um mit der Treppe auf der Murseite die Wehen auszulösen und um mich abzulenken. Und da ich dann die Treppen mit der Riesenkugel kaum noch derstiegen bin (ja, auf österreichisch ist das ein Wort), haben wir eine sanfte Route durch die Gärten gewählt.  Und sind da auf unzählige Schwalben gestoßen, die sich auf dem Vorsprung der Mauer versammelt haben.

Schwalben von Graz 1 Schwalben von Graz 3

Kamera gezückt und den Vorsprung von allen Seiten fotografiert.

Schwalben von Graz 5 Schwalben von Graz 2

Schwalben haben ja Tradition in Graz. Bei einer Stadtführung haben wir erfahren, dass die Schwalbennester bei einer Fassadenrenovierung des Rathauses mal abgemacht wurden. Die Bürger waren so entsetzt, dass extra Nester bestellt wurden und wieder am Rathaus befestigt. Von unten sehen die Nester aus wie Teil der reich verzierten Fassade.

Schwalben von Graz 7

Zufällig habe ich wohl auch die zwielichten Vorgänge der Schwalbenmafia beobachten dürfen. 😉

Schwalbenmafia

Ein schönes Wochenende wünsche ich Euch!

Highlights der Woche

Am Sonntag war ich mit dem Schatz, einer Freundin und ihrer kleinen Tochter in dem Cafe Rosenhain auf dem Rosenberg. Es ist ein Pavilion, mit einer Terasse auf der man einen schönen Ausblick auf die Stadt hat. Leider war es wie immer zu dunstig für schöne Bilder. Es gab auch ein Brunch, weil Sonntag war und für 12 Euro bekam man ein gutes Frühstück, wobei es so beliebt war, das ständig Teller fehlten. Reservieren sollte man ebenfalls, da es ein beliebter Platz für Familien ist. Es ist auch ein angenehmer Spaziergang durch den Wald.

Rosenhain, Graz

 

Da ich jetzt an meiner Abschlussarbeit schreibe, stehe ich (wieder einmal) vor dem Problem der Zeiteinteilung. Für mich ist das immer wieder ein Problem, da ich mich ohne zeitliche Strukturen fühle, als ob ich im Vakuum vor mich hintreiben würde und die Motivation mich hinzusetzen immer einen Meter vor mir hertreibt. Irgendwann schleicht sich dann auch das Gefühl ein, dass ich wohl einfach nicht zum selbstständigen Arbeiten geschaffen bin, weil es ja Menschen gibt, die das so viel besser machen als ich.

Daher hier das Highlight der Woche #2, dass ich über KarmaKonsum gefunden habe.
Die Arbeitseinteilung berühmter Köpfe. Auffällig ist, dass sie alle unterschiedliche Schlafzeiten hatten und außerdem relativ wenig gearbeitet haben. Bis auf Balzac und Auden. Wobei ersterer 50 Kaffee getrunken und zweiterer Drogen genommen hat. Eigentlich bin ich nicht schlecht dabei, vergleichsweise.

 

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#3 war der Kinobesuch anlässlich des Beziehungsjubiläums mit meinem Schatz. Ein schöner, unkitschiger Film, der nicht von Hollywood produziert wurde, und daher die Realität auch nicht verhübscht. Ein Film über Katholizismus, Journalismus und eine wunderschöne Mutter-Sohn Geschichte der anderen Art.

#4 war der darauffolgende Besuch im indischen Restaurant Masala. Das Essen war wirklich lecker und die Raumaufteilung hat mich sehr an Indien erinnert. Es ist auch die Zentrale des India Center Graz. Vielleicht werde ich mir bald mal eine Veranstaltung dort anschauen.

 

Highlights der Woche

Diese Woche ist unglaublich schnell vergangen und ich war unter der Woche vor allem mit Arbeit beschäftigt.

Aber ein paar Highlights gab es dennoch:

#1 der Ausflug am Wochenende zum Thaler See. Eigentlich sollte das „See“ heißen, weil es ein künstlicher Mini-See ist. Und er ist wohl ein beliebtes Ausflugsziel für Hundebesitzer. Daher war auch der 6 km Spaziergang zurück zur Stadt erfreulicher als der Rundgang um den See. Obwohl der auch Highlights hatte:

Thaler See

Überdachte Brücke bei Thal

Überdachte Brücke bei Thal

Schuppen in Thal bei Graz

Boot des Versprechens... ähm... romantisch.

Boot des Versprechens… ähm… romantisch.

 

#2 Am Abend wurde ich von meinem Schatz mit Eintrittskarten für die Premiere von „Die schöne Galathee“, eine Operette, die ziemlich witzig war. Und weil es die Premiere war, gab es auch noch ein leckeres griechisches Buffet. Und ich konnte mein grünes Samtkleid standesgemäß tragen. Leider durften wir keine Bilder machen…

#3 Apropos Grünes Kleid… Ich war total hin und weg von all den Besuchern meines Posts darüber und vor allem all die lieben Kommentare. Danke, danke, danke!

# Lacher der Woche war dieses Video hier:

 

 

 

Highlights der Woche

Diese Woche habe ich wieder nichts gepostet, was einerseits daran liegt, dass ich für die Uni viel zu tun habe und andererseits daran, dass ich am Abend immer so müde bin. Wahrscheinlich Frühjahrsmüdigkeit, weil sonst gehe ich nicht um 9 ins Bett. Deshalb habe ich diese Woche weder Zeit zum schreiben noch zum kreativ werden gehabt.

Ein bisschen was habe ich aber doch gemacht, daher hier ein paar Highlights:

#1 Frühlingsputz am Wochenende und das Gefühl der absoluten Sauberkeit danach. Wer mich kennt, weiß welcher Aufwand dieser Putz bei mir ist. Vor allem weil ich ihn hier im Detail beschrieben habe. Ich habe auch vor für den Blog einen Nutzen daraus zu schlagen, indem ich bald mal ein paar Wohnungsprojekte vorstelle.

 

#2 Spazierengehen mit einer Freundin und ihrem Baby  im Park vom Schloss Eggenberg und dabei diesen Schönling bewundern zu können:

Pfau im Schloss Eggenberg

#3 Sehen wie der Garten schon nach einer Woche was wird…

Pflänzchen

Auch draußen grünt es schon, was vor allem der Wäsche und dem Kater was nutzt, da es zwar schon warm aber zum Terrassensitzen zu kühl ist.

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#4 Motivation in Rosa/Korallenpfirsich/meiner neuen Lieblingsfarbe. Mein Sommerkleid-und-dazu-passendes-Jäckchen-Projekt hat offiziell einen Startschuss bekommen.

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Da fällt mir ein dass ich das Weihnachtskleid noch nicht vorgestellt habe, weil ich den Mittwoch vertrödelt habe. Nächsten Mittwoch…

 

 

Kurzmitteilung

Highlights der Woche

Diese Woche hat sich als eine kulinarische ergeben.

Am Valentinstag wollte ich neben dem Kreuzworträtsel auch noch was leckeres machen, also habe ich mich an einen „Red Velvet Cake“ herangewagt, der, obwohl ich mich genau an das Rezept gehalten habe und extra Lebensmittelfarbe gekauft habe, ein „Brown Velvet Cake“ wurde. Hauptsache er hat dem Schatz geschmeckt und er war wirklich der saftigste Kuchen den ich je gegessen habe, obwohl er ohne Ei gemacht wurde. Das Rezept dafür habe ich von hier.

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Wir waren am Wochenanfang in Salzburg, wo ich annahm, ich kenne schon alles, wurden dann aber der Dame die das Catering für die Hochzeit organisiert in Die Geheime Specerey entführt, der mitten in der Stadt ist, und den ich trotzdem noch nie als Lokal wahrgenommen habe. Leider war das Essen eher teuer, und es gab nur eine vegetarische Option, den Käseteller, aber der war dafür ausgezeichnet. Die anderen hatten „Medaillons vom Wollschwein“ und fanden es auch sehr gut. Zum Glück wurden wir eingeladen.

Foto Wildbild Geheime Specerey

 

Das Wetter war typisch Salzburg: regnerisch und kalt. Von einer Freundin wurden wir ins Cafe Unikumsky eingeladen, das auf dem neuen Gebäude der Universität Salzburg ist und im Sommer sicher toll. Aber die Aussicht war auch so beeindruckend.

Zurück in Graz bin ich mit einer Freundin Frühstücken gegangen, und zwar in noch ein außergewöhnliches Cafè, das Purberg. Von außen sieht es aus, wie eine Orangerie, und innen ist es eine. Es ist quasi ein Cafe in einer Gärtnerei und das ist eine wirklich coole Mischung, besonders im grauen Februar. Purberg Graz Purberg Graz

Highlights der Woche

1. Über Youtube Kommentare lachen:

2.  Im Doppeldeckerbus über der Straße durch die Alpen schweben:

Woche 22 Woche 21

3. Aus meiner neuen BPA-freien, total leichten Trinkflasche trinken:

Woche 2

4. An einem neuen Kleid nähen, und mich ewig mit dem Kragen ärgern:

Woche 24

5. Mit einer Kollegin im Cafe d’Arte Tee trinken und Präsentationen vorbereiten:

 

Was habt ihr diese Woche gemacht?

Highlights der Ferien

Im Sinne eines Weblogs (Internet-Protokoll? Netz-Fahrtenbuch?) möchte ich versuchen eine wöchentliche Kategorie zu eröffnen, in der ich einmal in der Woche zeige, was ich in der letzten Woche so gemacht habe. Für mich selbst, und vielleicht für gleichgesinnte Andere. (Außer es war eine unglaublich lahme Woche, aber das dürfen wir dann halt nicht zulassen, nicht?)

Und weil ich ein geheimer Rebell bin, erzähle ich Euch gleich mal nicht von der vergangenen Woche, sondern von meinem „Urlaub“, wie ich meine bewusst nicht mit Uni-Sachen vollgestopfte Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr gerne bezeichne.

1. Die Sicht aus dem Zug auf dem Weg nach Salzburg:

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2. Das vegetarische (und vegane) Frühstück im Heart of Joy Cafe das außergewöhnlich freundliche Service im Kreise der Familie:

3. Den Stadtspaziergang mit Cousinchen und Schwiegercousin in Graz mit anschließendem Essen im fast schon legendären Ginko.

4. Meinem Schwiegercousin beweisen zu können, das Rauch wirklich jede erdenkliche Ausstechform hat:

Gabelstapler 7 cm

Gabelstapler Ausstechform. Ja, Gabelstapler.

Die hat er sich auch gleich gekauft.

5. Weihnachten im Kreis der Familie im Burgenland und den Ausflug nach Fürstenfeld, wo am 24. Dezember ab 13 Uhr nicht mal McDonalds offen hat. Super für die Angestellten, schlecht für uns. War aber auch so hübsch.

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Weihnachten

6. Natürlich die vielen Geschenke, aber besonders diese zwei:

Weihnachten2_1 Schneiderpuppe

7. Und das fantastische Feuerwerk am Schlossberg in Graz mit meinem Schatz. Wir sind mit der Schlossbergbahn raufgefahren und dann gleich über der Kasematten geblieben. Es gab Musik von der Bar daneben, nette Leute rundherum, eine super Aussicht auf die Stadt, russischen Sekt von den Schwiegereltern und als krönender Abschluss das offizielle Feuerwerk der Stadt Graz. Von da oben wirkte es, als wäre man mittendrin. Leider wurden aber die Photos nicht so gut, weil ich zu sehr mit „Ohhh“ und „Ahh“ beschäftigt war.

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Und wie habt ihr die Ferien so verbracht?

The Good, The Bad and The Perchten

Perchten in Graz

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Diesen Sonntag waren sie wieder unterwegs, die Wesen, die mir seit der der Kindheit Grauen einflößen, und die ich trotzdem immer wieder anschaue. Wie überall im österreichischen Alpenland gibt es auch hier Perchten, die traditionell Anfang Dezember ihr Unwesen treiben. Es handelt sich dabei um je nach Region und Pass (Perchtenvereinigung) unterschiedlichen Masken und einem Kostüm aus Ziegen oder Schaffell, die an diesem Tag vorgeführt werden.

Perchten in Graz

Warum es sie genau gibt, weiß ich leider auch nicht, da das wohl keiner so genau weiß. Ich bin mit der Geschichte aufgewachsen, dass sie einerseits mit dem Nikolaus kommen, wie Krampusse, um zu sehen wer nicht brav war und andererseits, damit man noch vor Neujahr seine Sünden loswerden kann, durch Prügel von den Perchten. Oder weil sie die Angst riechen, die nur Sünder haben… oder so. So oder so sind sie gar schreckliche Figuren, die auch den ganz Braven, uneingeweihten Touristen und Zugezogenen Angst machen. Jedes Kind und jeder Erwachsene hat mindestens eine Perchten-Geschichte auf Lager, was oft daran liegt, dass die Leute bei den hässlichen Masken vergessen, dass darunter meist Männer (manchmal auch Frauen) zwischen 16 und 25 sind, die sehr schlecht sehen können. Da kommen dann so Sätze, wie „Oh nein, sie sind wieder rausgekommen“ (aus ihren Höhlen, wo sie sonst wohnen) und „Ich gehe aber nur, wenn das gut eingezäunt ist“, damit sie nicht ausbrechen.

Perchten in Graz

In Graz waren sie tatsächlich sehr gut eingezäunt, und haben nur den Zuschauern ganz nah beim Zaun die Hüte weggerissen und mit Freuden erschreckt. Anderswo bewegen sie sich freier, und laufen besonders frechen Teenagers auch hinterher und schlagen sie mit den Schwänzen und Ruten.

Welche verrückten Weihnachtstraditionen habt ihr?

Perchten in Graz

Perchten in Graz

This Sunday they were back on the road, the essence of my childhood-horrors, whose bell-ringing still fills me with dread. As everywhere in the Austrian Alps we have Perchten here too, who traditionally come out in the beginning of December. It involves, depending on the region and pass (club), different masks and costumes made ​out ​of goat or sheepskin, which will be presented on this day.

Perchten in Graz

Why they exist unfortunately I do not exactly know, because, well, no one really knows. It’s tradition, most likely a remnant from pagan times.  I grew up with the story that, on the one hand they accompany St.Nicholas, who brings gifts for the good children, weil the Perchten bring a beating and worse for the bad children. On the other hand, they come,  so grown-ups can get rid of their sins before the New Year by getting a good beating from the Perchten.  Either way they really are terrible figures that make even the very good children and grown-ups tremble with fear. Every Austrian child and adult has at least one Perchten-story in stock, which is often because people forget that underneath the ugly masks are humans, usually men (and sometimes women) between the ages of 16 to 25, who cannot see very well. That is why there are sentenses like „Oh no, they have come out again (from their caves , where they normally live ) and „I’ll go , but only if they are well fenced in,“ so they do not break out and slaughter the crowd…

Perchten in Graz

In Graz, they were actually very well fenced in, and only came close to the audience lining the fence, tore off their hats and startled them. Elsewhere they move freely, and even chase particularly naughty teenagers and beat them with their tails and rods.

Which whacky Christmas-traditions do you have?

Perchten in Graz

Sogar der Nikolaus schaut ängstlich aus. / Even Santa Claus looks scared.

Perchten in Graz

Ruine Gösting

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Letzten Sonntag entschieden der Beau und ich uns zu einem längeren Spaziergang zu einer der vielen Attraktionen rund um Graz. Eine kurze Suche ergab die Ruine der Burg Gösting, eine prächtige mittelalterliche Burg, zu Fuß nur 30 Minuten von der nächsten Bushaltestelle entfernt ist. Sie wurde im Jahre 1042 zum ersten Mal erwähnt, sie ist also ziemlich alt. Sie wurde vom Burverein Gösting sorgfältig restauriert und erhalten.
Es ist ein schöne, kleine Burg, in der man geradezu die Burgfräulein, Ritter und vergangene Zeiten fühlen kann. Der Spazierweg ist auch sehr hübsch und die Aussicht allein ist die Reise wert. Es gibt auch eine Burg-Taverne, auf deren Terasse man herrlich den Sonnenschein und die schöne Aussicht genießen kann.

Knarrzige Treppe/Creaky Stairs

Knarrzige Treppe/Creaky Stairs

Burgtaverne/Castletavern

Burgtaverne/Castletavern

Aussicht über Graz/View over Graz

Aussicht über Graz/View over Graz

Wappensammlung /Coats of Arms collection

Wappensammlung /Coats of Arms collection

Kapelle/Chapel in Burgruine Gösting, Graz, Austria

Kapelle/Chapel in Burgruine Gösting, Graz, Austria

Burgruine Gösting, Graz, Austria

Burgruine Gösting, Graz, Austria

Burgruine Gösting, Graz, Austria

Burgruine Gösting, Graz, Austria

Steirische Flagge/ Styrias Flag

Steirische Flagge/ Styria’s Flag

Bauer Himmel / Blue Skies

Blauer Himmel / Blue Skies

Aussicht vom Jungfernsprung

Aussicht vom Jungfernsprung

Burgruine Gösting, Graz, Austria

Burgruine Gösting, Graz, Austria

Burgruine Gösting, Graz

Burgruine Gösting, Graz

Novemberwald/Novemberforest

Novemberwald/Novemberforest

Novemberwald/Novemberforest

Novemberwald/Novemberforest

Last Sunday, the Beau and me  decided to take and extended walk to one of the many attractions around Graz. A short search revealed the Ruin of the Gösting Castle, a magnificent medieval castle, just thirty minutes walk from the next Busstop. It has first been mentioned in 1042, so that’s pretty old. It has been carefully restored and preserved by a private non-profit association, Burgverein Gösting.

This is a beautiful, small castle, in which you could just feel fair maidens, knights and bygone times. The walk up is pretty too and the views alone are worth the trip. It also has a cute castle-tavern, on whose terrace we enjoyed the warm sunshine and the stunning view.