Stoffdiät im Sommer

Nachdem ich letztes Mal keine Zeit fand meine Werke zu fotografieren, hatte ich gehofft, dieses Mal sehr viele Sachen zeigen zu können, aber mein Sommer war recht chaotisch und gefüllt mit Urlauben, Ausflügen, Arbeiten schreiben und einem Rückenleiden… alles Dinge, die sich mit Nähen nicht so gut vereinbaren lassen.

Ich habe tatsächlich ein paar ganze Outfits für meinen kleinen Sohn genäht, die aber fast vollständig aus Resten und Schrumpfungen, wie ich Upcycling in dieser Größenordnung nenne, enstanden sind. Das ist gut, immerhin war es bei meiner Stoffdiät ein Unterziel, den angesammelten Altkleider-Sack abzubauen, statt neuen Stoff zu kaufen. Neuen Stoff gekauft habe ich tatsächlich GAR KEINEN seit Mai, obwohl ich sogar einmal in einem Stoffladen war. Also, immerhin zwei Unterziele erreicht.

Ich habe es auch geschafft, zwei meiner Streichelstoffe, die jeweils vier und zwei Jahre hier herumliegen zu verarbeiten. Ich glaube ohne diese Aktion hätte ich das vielleicht wieder nicht gemacht, weil gerade der eine immer auf das „ideale Schnittmuster“ gewartet hat. Aber nun konnte ich mir für den Faux-Jumpsuit keinen neuen Stoff kaufen, und so musste das Streichelstöffchen dran glauben, auch wenn ich dann doch noch stückeln musste.

 

Bilanz:

4 Stück Stoff abgebaut +

6 Kleidungsstücke geschrumpft +

mehrere Reste verarbeitet.

 

Stoffe am Anfang: 54. 20 Reste

Stoffe jetzt: 48, 10 Reste.

 

Kommt mir irgendwie recht wenig vor, gerade. Vielleicht muss ich meine Stoffe nochmal zählen, da ich das Ziel, alles gleich in meine App einzugeben etwas vernachlässigt habe… ;-)

 

Meine weiteren Pläne stehen schon recht fest, ich habe jetzt angefangen eine Liste zu führen, an die ich mich dann ungefähr halte:

Einen Stoff, den ich von meiner Schwiegermama geschenkt bekommen habe, habe ich vor ihr als eine Strickjacke zurückzuschenken, da der Stoff eigentlich ihren Farben entspricht, sie aber lieber strickt als näht… ich weiß, sehr clever von mir! ;-)

Einen Fehlkauf konnte ich auch einer Freundin mit Herbsttyp andrehen. Ich habe den Stoff mitgenommen, um ihn ihr zu zeigen, da kreischt sie schon welch ein schöner Schal dies sei. Volltreffer nenne ich das. Ich mache daraus einen Rock für sie.

Das hat auch bei einem anderen Fehlkauf funktioniert, der auch zu Weihnachten ein Kleid für eine andere Freundin wird.

Nach dem Erfolg mit dem Kinderhemd, habe ich nun vor für meinen Mann eines zu nähen, das Probeteil aus Bettlaken ist schon ausgeschnitten.

In der Priorität nach oben gerückt ist auch ein Regencape aus Funktionsstoff, da der Herbst schneller kam als ich dachte…

 

Daher mein Tipp des Monats: Stoff der einem nicht (mehr) gefällt oder der einem nicht steht einfach mal mitnehmen und auf den Tisch legen, vielleicht verliebt sich ja spontan jemand… :-P

Wie eine wirklich beeindruckende Stoffdiät aussieht, seht ihr wieder mal bei Küstensocke.

7 Kommentare zu „Stoffdiät im Sommer“

  1. Ich finde DEINE Diät aber auch „wirklich erfolgreich“! Nichts gekauft, aus dem Altkleidersack genäht – das ist doch perfekt! Es kommt ja nicht auf die Menge drauf an, sondern auf das Bewusstmachen des Vorhandenen. Oder?
    Herzliche Grüße
    Valomea

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    1. Oh, danke. Tja, ich habe jedenfalls sehr viel Motivation und Kreativität durch die Stoffdiät bekommen, vor allem aus den schon lange herumliegenden Reststücken was zu machen, weil ich ja sonst nichts habe. Aus der „Not“ eine Tugend! :-P

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  2. Ich finde auch, dass sich deine Erfolge sehen lassen können. Sowas wie Streichelstoff anschneiden und ‚Altkleidersack-nähen‘ sind ja meist Sachen für die man einen Extra-Anschub braucht, aber dann umso mehr zufrieden ist. Von dem Zufriedenheitsaspekt sollte das eigentlich doppelt zählen, auch wenn es sich gar nicht oder nur wenig in der Bilanz niederschlägt. Außerdem finde ich nichts kaufen ist auch schon eine große Errungenschaft… Zumindest für mich ;)
    LG,
    Kathrin

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  3. Gratuliere, das ist doch eine ganz prima Bilanz! REchne mal in Prozent: 50% Rest abgebaut und 12% von den anderen Stoffen, das ist ein toller Erfolg! Ich drücke die Daumen, dass es weihterhin gut läuft. LG Kuestensocke

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    1. Danke fürs umrechnen, das klingt wirklich gleich viel besser! :-) Danke für die Aktion, es hilft mir wirklich sehr bei der Stange zu bleiben. Und dein unglaubliches „Vortanzen“ auch.

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