Nix für Lemminge: Finale

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Heute zeige ich euch etwas kleinlaut mein Ergebnis für Nix für Lemminge 2016. Aber warum eigentlich kleinlaut sein? Einzig-artig (auch im Sinne von es ist das Einzige) ist sie ja geworden, meine Tunika á la Vasilisa, und da auch Alexandra nur etwas Einzig-artiges zeigt bin ich nicht ganz so beschämt.

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Auch mir ist das Leben dazwischen gekommen, in der Planungsphase hatte ich optimistische Aussichten, mein Zwerg schlief gerne bei Papa und auch mit Nähmaschinenlärm, das hat sich geändert. Ich dachte auch ich würde im Sommer viel nähen, aber es war dann doch lustiger als Familie die Sonne zu genießen und meinen Sohn auf seinen Entdeckungsreisen zu begleiten. Und so blieben mir nur abgezwackte halbe Stunden, die auch ich lieber mit Instant-Gratification-Projekten verbrachte. Wer will zwei Stunden nur stecken, wenn man auch eine dringend benötigte Fleece-Jacke in Mini nähen kann?

Außerdem hatten ich und die Tunika so unsere Diskussionen. Sie wollte wohl keine Vasilisa werden, sondern lieber eine Baba Yaga. Das fing damit an, dass ich Baumwoll-Spitze kaufen wollte und mit Possamenten-Bordüre heimkam. Das Probestück war aus fließenderem Stoff, aber ich wollte ja unbedingt grobes Leinen, so wie Vasilisa es wohl von ihrer Stiefmutter bekomme hätte. Nun denn, mit der Possamenten-Bordüre ergab das einen divenhaften Stehkragen, der auch ein eingenähtes Schrägband vonnöten machte. Ich habe auch noch nie so viel von Hand genäht, das ganze Schrägband und Teile der Bordüre und natürlich die aberwitzige Knopfleiste. Auch die niedlichen Stickereien wollte sie nicht, jedes Mal wenn ich soweit war, den Stoff auf den Rahmen gespannt, Nadel in der Hand, brauchte das Söhnchen ganz dringend die Mama. Blümchen und Vögelchen passen halt nicht zu einer Hexe.

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Als ich sie das erste Mal angezogen habe, war es noch August und mir war zu warm, ihre Formlosigkeit gefiel mir mit den Leggings nicht (mehr) und ich habe sie enttäuscht weggepackt fürs Erste. Zum Glück wollte ich sie für das Finale gut in Szene setzen, und so mit Strumpfhose, hohen Schuhen und Schmuck finde ich sie fast ein wenig apart. Und zu warm war mir nun auch nicht mehr.

Auch wenn es mit der Kollektion nichts geworden ist, so habe ich trotzdem noch die Ideen im Hinterkopf, und z.B. die Jacke und Bluse noch fest in Planung. Ich war jedenfalls sehr angeregt von der Idee und danke Alexandra fürs Ausrichten des „Nix für Lemminge“.

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3 Gedanken zu “Nix für Lemminge: Finale

  1. Mir gefällt die Tunika sehr gut. Vielleicht solltest Du noch mal einen Gürtel versuchen? Der so ähnlich gearbeitet ist wie dein Armband? Den Ausschnitt und die Knöpfchen finde ich jedenfalls sehr reizvoll. Und die Schlichtheit auch. Wobei ich da auch keine Böse Hexe sehe, sondern eher ein Männergewand. Schön, dass Du dabei warst. Und ich bin gespannt, wass aus den übrigen Ideen noch wird.

    • Ich habe es schon mit einem dünnen Band und Gürtelschlaufen versucht, so dass er hinten zusammengefasst werden kann, aber der steife Stoff wirft da komische Falten. Auch an Abnäher habe ich gedacht. Lustig, dass mich am Anfang vor allem die Weite so gereizt hat. Aber jetzt irgendwie auch wieder, ich denke ich trage sie so bevor ihm sie verschlimmbessere.

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